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11.02.2012     /  Home  /  LVH Dienstleistungen  /  Lohnausarbeitung

Wieviel von 100 Euro Bruttolohn an Nettolohn bleibt


Dreierlei Lohn: von 100 an Lohnkosten für den Betrieb beträgt der Bruttolohn 72, während an den Mitarbeiter nur 52 (Nettolohn) ausgezahlt werden. Dies teilt die Handelskammer in einer Aussendung mit.

Zurückzuführen ist die Differenz zwischen Lohnkosten und Nettolohn im wesentlichen auf die Pensionsbeiträge und die Einkommenssteuer. Will man nicht die Pension von morgen beschneiden bleibt nur die Senkung der Einkommenssteuer.

Ein Weg um die Kaufkraft der Arbeiter zu steigern ist jener über höhere Nettolöhne. Tatsächlich ist die Differenz zwischen dem was der Mitarbeiter auf die Hand bekommt und dem was der Mitarbeiter dem Betrieb kostet enorm: Der Nettolohn beträgt gerade mal noch 52 % der Lohnkosten für den Betrieb.
Gewähltes Beispiel: Tarifvertrag Handel ab 01.01.2008, 1. Gehaltsebene. In Deutschland ist die Situation übrigens exakt dieselbe (Anteil Nettolohn an den Lohnkosten: 52,5% - Quelle Statistisches Bundesamt).

Die Differenz zwischen Lohnkosten und Nettolohn setzt sich im Wesentlichen aus den Pensionsbeiträgen (61 %) und der Einkommensteuer (28 %) zusammen. Ein kleiner Teil betrifft Abfertigung (10 %) und INAIL (1 %). Die Forderung einer Erhöhung der Nettolöhne ist sicher gerechtfertigt. Allerdings muss man aufpassen, welche Kosten man dafür reduzieren möchte: Werden nämlich die Beiträge für die Pensionen beschnitten, reduziert sich dadurch die zukünftige Rente und damit der zukünftige Konsum. So bleibt als einziger Weg zu höheren Nettolöhnung die Senkung der Einkommenssteuer.

Lohnkosten, Bruttolöhne, Nettolöhne

06.03.2008, 00:00

 
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