Dreierlei Lohn: von 100 an Lohnkosten für den Betrieb beträgt der Bruttolohn 72, während an den Mitarbeiter nur 52 (Nettolohn) ausgezahlt werden. Dies teilt die Handelskammer in einer Aussendung mit.
Zurückzuführen ist die Differenz zwischen
Lohnkosten und Nettolohn im wesentlichen auf die Pensionsbeiträge und die
Einkommenssteuer. Will man nicht die Pension von morgen beschneiden bleibt nur
die Senkung der Einkommenssteuer. Ein Weg um die Kaufkraft der Arbeiter
zu steigern ist jener über höhere Nettolöhne. Tatsächlich ist die Differenz
zwischen dem was der Mitarbeiter auf die Hand bekommt und dem was der
Mitarbeiter dem Betrieb kostet enorm: Der Nettolohn beträgt gerade mal noch 52 %
der Lohnkosten für den Betrieb. Gewähltes Beispiel: Tarifvertrag Handel ab
01.01.2008, 1. Gehaltsebene. In Deutschland ist die Situation übrigens exakt
dieselbe (Anteil Nettolohn an den Lohnkosten: 52,5% - Quelle Statistisches
Bundesamt). Die Differenz zwischen Lohnkosten und Nettolohn setzt sich
im Wesentlichen aus den Pensionsbeiträgen (61 %) und der Einkommensteuer (28 %)
zusammen. Ein kleiner Teil betrifft Abfertigung (10 %) und INAIL (1 %). Die
Forderung einer Erhöhung der Nettolöhne ist sicher gerechtfertigt. Allerdings
muss man aufpassen, welche Kosten man dafür reduzieren möchte: Werden nämlich
die Beiträge für die Pensionen beschnitten, reduziert sich dadurch die
zukünftige Rente und damit der zukünftige Konsum. So bleibt als einziger Weg zu
höheren Nettolöhnung die Senkung der Einkommenssteuer.  | | Lohnkosten, Bruttolöhne, Nettolöhne |
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