"Sistri erweist sich als zu komplex und kostspielig für
kleine Unternehmen." Mit diesen Worten äußerte sich der Präsident von
Confartigianato Giorgio Guerrini zu den neuen Abfallvorschriften. Auch bevorzuge
er Vereinfachungen und eine Reduzierung der Bürokratie anstatt
Förderungen.
"Es kann doch nicht sein, dass ein Friseur wegen seiner
geringen Abfälle über 120 Euro dafür zahlen muss - im Gegensatz dazu, was
z. B. ein Müllverbrennungsunternehmen zahlen muss. Oder dass ein Uhrmacher, der
sich mit der Sistri-Eintragung verspätet, bis zu drei Monate Gefängnis
riskiert."
So kommentiert Confartigianato-Präsident Guerrini die
neuen Richtlinien zu den Abfällen. "Die Komplexität des neuen Systems zur
Rückverfolgbarkeit der Abfälle widerspricht den geäußerten Absichten der
Regierung, die Belastung der Betriebe zu verringern." Confartigianato hatte sich
eine tatsächliche Vereinfachung der aktuellen Modalitäten zur Rückverfolgbarkeit
der Abfälle erwartet. "Paradoxerweise hingegen wurde wieder mehr Bürokratie
geschaffen, verbunden mit sehr hohen Kosten für die Unternehmen."
"Statt Förderungen wollen wir einfachere
Abläufe und weniger Bürokratie"
"Mit den neuen Förderungen wurde zwar ein Zeichen für
die Handwerksbetriebe, die im Textilsektor und in der Kücheneinrichtung tätig
sind, gesetzt. Aber weitere, entscheidendere Interventionen wären nötig gewesen,
um die Handwerksbetriebe zu unterstützen." So kommentierte Guerrini das
Gesetzesdekret, das die römische Regierung am vergangenen Freitag verabschiedet
hat, zur Förderung u. a. von Betrieben, die Kücheneinrichtungen herstellen.
"Statt Förderungen würden den Betrieben eine strukturelle Vereinfachung mehr
helfen", betonte Guerrini.