Das LVH-Bildungszentrum hat das neue Kursprogramm vorgestellt. Die beste Nachricht: Zur Entlastung der Betriebe konnte der Verband die Kurskosten für alle Sicherheitskurse um zehn Prozent reduzieren. Die Kurse sind damit für alle Verbandsmitglieder um zehn Prozent günstiger geworden.
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| Wirtschaftsberater und Kursreferent Hannes Prantl, LVH-Präsident Gert
Lanz und LVH-Direktor Thomas Pardeller |
Der LVH hat bei einer Pressekonferenz das neue
Weiterbildungsprogramm vorgestellt. Das Weiterbildungsprogramm wird halbjährlich
aktualisiert und umfasst Kurse in den Bereichen Betriebswirtschaft, Recht,
Innovation, persönliche Kompetenzen, Klimahaus und Arbeitssicherheit.
Jährlich besuchen über 5000 Handwerker die rund 320 vom
LVH-Bildungszentrum veranstalteten Kurse. "Die Weiterbildung ist für die
Handwerksunternehmer und ihre Mitarbeiter sehr wichtig und oftmals das Um und
Auf für den Erfolg ", lobt LVH-Präsident Gert Lanz.
Er weist aber auf
notwendige Veränderungen hin. "Das Fachwissen ist im Handwerk dank der
Lehrlings- und Meisterausbildung hoch", sagt Lanz. Allerdings seien Arbeitswelt
und Markt komplexer geworden und die Anforderungen an die Unternehmer höher.
"Dies macht neue Schwerpunkte in der Weiterbildung notwendig, denn wir möchten
Betriebe haben, die auch morgen noch da sind", sagt
Lanz.
Schwerpunkt auf Professionalisierung der Betriebe
Der LVH startet daher mit einer Weiterbildungsoffensive in den Herbst, die
auf die Professionalisierung der Betriebe als neuen Schwerpunkt setzt. "Wir
organisieren Kurse für Betriebsinhaber und Neugründer, die die Themen
Preiskalkulation, Kostenrechnung, Liquiditätssteuerung und Kreditwesen
umfassen", erklärt LVH-Direktor Thomas Pardeller.
Zu diesen Themen
bereits stattgefunden hat ein vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördertes
Coaching für Betriebsgründer sowie der Kurs "Women Up" für Unternehmerinnen.
"Beide Weiterbildungsangebote sind sehr gut angekommen und werden im Herbst neu
aufgelegt", sagt Pardeller.
Immer wichtiger ist zudem die Weiterbildung
der Betriebe in Sachen Banken und Kredite. "Wir sind zurzeit mit den Südtiroler
Bankinstituten in Gespräch, um gemeinsam ein Weiterbildungspaket für die
Betriebe zu schnüren", kündigt Pardeller an. Absolventen des Kurses sollen
später Bankkredite einfacher erhalten.
Rüstzeug, um langfristig
zu bestehen Wirtschafsberater und Kursreferent Hannes Prantl gab
einen Einblick in die betriebswirtschaftlichen Anforderungen an die Betriebe.
"Die Kursteilnehmer erhalten Basiswissen in den Bereichen Finanzierung, Recht
und Steuern, das sie für ihren Betrieb brauchen."
Gut gerüstet sind
Betriebsinhaber laut Prantl, wenn sie Kostenrechnung und Preiskalkulation
beherrschen, Invesitionspläne erstellen können und sich bei Finanzierungsformen
auskennen. Prantl rief die Handwerksunternehmer und insbesondere Existenzgründer
dazu auf, die Angebote zur Professionalisierung der Betriebe zu
nutzen.
Eine Neuerung des LVH-Bildungszentrums ist, dass Kurse auch vor
Ort in den Betrieben stattfinden können.
Kurskosten um zehn
Prozent reduziert Weil vom Staat vorgeschrieben, fallen sehr viele
Kurse, die das LVH-Bildungszentrum anbietet, in den Bereich Arbeitssicherheit.
"Wir setzen uns gegen eine weitere Erhöhung der Kursstunden ein, da die
Arbeitssicherheitskurse für die Betriebe mittlerweile erdrückend sind", sagt
LVH-Direktor Pardeller. Für LVH-Mitgliedsbetriebe konnte der Verband eine
Erleichterung erzielen. "Wir konnten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Handwerk
die Kosten für die Organisation von Arbeitssicherheitskursen um zehn Prozent
reduzieren", freut sich Pardeller. Diese Kostenreduzierung wird vollständig an
die Handwerker weitergeben, die dadurch Kosten sparen.
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