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| "Wir sind eine tolle Gruppe" - so die Zwischenbilanz der 19 Teilnehmerinnen des Lehrgangs "Women Empowerment" |
"Empowerment" - das bedeutet
Selbstkompetenz und umfasst Strategien, um ein selbstbestimmtes und unabhängiges
Leben führen zu können. Im Vordergrund des im Februar 2008 gestarteten Lehrgangs
mit über 300 Kursstunden steht eine zweisprachige Ausbildung, die neben
Persönlichkeitsbildung auch Betriebsführung, Personalmanagement und Englisch
umfasst.
Das Interesse am Kurs war von Beginn an groß, letztendlich
machten sich 19 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren mit viel Elan und Schwung
daran, an mehreren Tagen im Monat wieder die Schulbank zu drücken. Bis zur
Sommerpause im Juni werden noch Kostenrechnung, Marketing und Englisch gelehrt,
ab Ende September stehen u. a. Personal- und Projektmanagement,
Kommunikationstechnologien und Rechtskunde auf dem Programm. Daneben sind auch
Einzelcoachings, Betriebsbesichtigungen und ein kurzes Praktikum Teil der
Ausbildung.
Zwischenbilanz im April 2008
Wie
kommt der Kurs bei den Teilnehmerinnen an? Mit welchen Erwartungen sind sie in
den Kurs gestartet und wurden diese erfüllt? Wie können sie den doch intensiven
Kurs mit ihren sonstigen Verpflichtungen in Beruf und Familie vereinbaren?
Hier einige Aussagen von den engagierten Teilnehmerinnen:
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| Marianna Berki |
Marianna Berki aus Lana (35, Sekretärin, 2
Kinder): "Ich plane nach Kursabschluss bei
einem Handwerksbetrieb zu arbeiten. Bisher haben wir die Module
Selbstmotivation, Führungsstil und Konfliktmanagement behandelt und meine
Erwartungen an den Kurs sind bisher sogar übertroffen worden. Ich bin bereits
viel selbstsicherer geworden, wir haben viel an der Persönlichkeit gearbeitet, fachliche
und theoretische Themen werden erst später behandelt. Die Referenten
sind super, denn es ist sicher schwierig, 19 Frauen auf das
gleiche Niveau zu holen. Die Termine passen zeitlich gut. Meine
Kinder habe ich bei Freundinnen untergebracht, diese haben sich angeboten, auf meine
Kinder aufzupassen."
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| Maria Schönweger |
Maria Schönweger aus Algund (26, Grafikerin, 1
Kind): "Ich hatte vor
Beginn keine konkreten Vorstellungen vom Kurs gehabt, aber meine Erwartungen
sind voll und ganz zugetroffen. Ich bin sehr begeistert von den Referenten, die
kompetent und mit vielen Praxisbeispielen auf die einzelnen Probleme eingehen. Sie sind sehr locker und
auf die Gruppe abgestimmt. Loben möchte ich auch die Betreuung von Seiten des
LVH und des SHV. Mein Ziel ist es, nach Kursende tatkräftiger
in der Betriebsorganisation mitzuarbeiten. Die Betreuung meines Kindes habe ich gut organisieren
müssen, da es erst ein Jahr alt ist und noch zu klein für den
Kinderhort ist."
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| Katja Tartarotti |
Katja Tartarotti aus Vahrn (30, Fachkraft für
soziale Berufe, 3 Kinder):
"Mein Mann hat einen Tischlereibetrieb in Vahrn, der auf Altholz spezialisiert ist und ich möchte ihn
im Büro unterstützen. Ich bin sehr positiv überrascht von der tollen Gruppendynamik
und den Referenten. Super ist auch der Austausch in der Gruppe
selbst, denn wir können von den Erfahrungen jeder einzelnen Teilnehmerin profitieren. Viele kleine
Tipps habe ich nach jeder Kurseinheit bereits an meinen
Mann weitergegeben, damit er es anwendet. Das Angebot des LVH zur
Kinderbetreuung habe ich gerne genutzt, denn nur so war für mich
der Kursbesuch möglich. Die Kurstermine und die Uhrzeiten gehen für mich in Ordnung."
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| Rosa Arnold Schäfer |
Rosa
Arnold Schäfer aus Innichen (45, Teilhaberin E.
Schäfer GmbH, 4 Kinder): "Der
Kurs soll mir dabei helfen, mehr Sicherheit in der Führung und im Umgang mit
Menschen zu erreichen. Auch dass Italienisch und Englisch im Kurs gelehrt wird, hat
mich sofort angesprochen, ebenso die Möglichkeiten der persönlichen Weiterbildung. Die Kurszeiten sind allerdings
nicht so günstig, an einigen Tagen endet der Kurs erst um
18 Uhr, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln klappt es nicht
ganz so gut. Deshalb bleibe ich am Donnerstagabend in Bozen und übernachte bei Freundinnen. Ich
muss mich gut organisieren, da zuhause die Arbeit im Betrieb weitergehen
muss."
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| Anna Vieider |
Vieider Anna aus Eppan (47, Verkäuferin, 2
Kinder): "Eigentlich wollte ich einen
Rhetorikkurs machen, mein Mann meldete mich dann bei diesem Kurs an. Mein Ziel
ist es, meinen beiden Söhnen, die vor einem halben Jahr einen Betrieb für Fahrzeugtechnik
gegründet haben, zu helfen. Ich habe vom Kurs bereits viel mitgenommen und
möchte das Gelernte auch im Betrieb umsetzen, so z. B. das Zeitmanagement, auch
wenn die konkrete Umsetzung noch etwas schwierig ist. Am Abend dauert der
Kurs allerdings etwas zu lang."
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| Karoline Kuenrath |
Karoline Kuenrath aus Glurns (29, Metzgerin und
mitarbeitendes Familienmitglied bei der Metzgerei Mair, 2 Kinder): "Mein Vater hat mich zur Kursanmeldung
gedrängt. Für mich ist es ein geeigneter Kurs für Frauen,
die in einem Handwerksbetrieb im Büro mitarbeiten wollen, vor allem weil es ein
zweisprachiger Kurs ist. Das bisher Gelernte hilft mir vor allem bei der
Planung meines Berufsalltags, ich habe mir bisher immer zu viel vorgenommen. Jetzt gehe
ich an anders an die Arbeit heran und erreiche dadurch viel mehr. Das
Niveau der Referenten ist sehr hoch, der Unterrichtsstoff sehr interessant und leicht verständlich.
In Italienisch habe ich noch einige Schwierigkeiten, das ist ein allgemeines Manko
für Vinschgerinnen und Vinschger. Der Kurs eignet sich für jede Altersgruppe,
auch meiner Mutter könnte ich empfehlen, diesen Kurs zu besuchen."
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| Karolina Zwischenbrugger |
Karolina Zwischenbrugger aus Bozen (39,
Teilhaberin der Tischlerei Tiefenthaler in Auer, 4 Kinder): "Ich plane verstärkt
in die Tischlerei meines Bruder einzusteigen. Ich habe mich angemeldet,
weil mir das Konzept des Kurses gefiel, vor allem weil auch Buchhaltung
angeboten wird. Durch den laufenden Kurs bin ich bereits selbstsicherer
geworden und spreche nun auch Dinge an, die nicht so gut laufen. Das
hätte ich vor Kursbeginn noch nicht gewagt. Die Referenten und auch die Gruppe
selbst sind super. Allerdings würde ich es besser finden, wenn der Kurs im
Herbst gestartet wäre und nicht erst im Februar, um die Kinderbetreuung besser
planen zu können. "
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| Daniela Bortolon Seyr |
Daniela Bortolon Seyr (33, gelernte Friseurin, 2
Kinder): "Ich arbeite im Büro der Spenglerei meines Mannes -
Dachservice Seyr - mit. Einiges was wir in der Büroorganisation und beim
Konfliktmanagement gelernt haben, konnte ich schon konkret anwenden. Sehr
nützlich finde ich das Einzelcoaching, wo auf jeden persönlich eingegangen wird.
Meine Familie unterstützt mich voll, auch wenn sie derzeit ein bisschen
zurückstecken muss, da ich nach Kursende doch sehr spät am Abend nach Hause
komme. Der Kurs täte vielen Frauen und auch Männern
gut."
Mit freundlicher Unterstützung
von: