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23.05.2012     /  Home  /  Weiterbildung

Lehrgang "Women empowerment" - eine Zwischenbilanz


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"Viele kleine Tipps habe ich nach jeder Kurseinheit bereits an meinen Mann weitergegeben, damit er es anwendet", fasst eine Teilnehmerin des Lehrgangs "Women Empowerment" ihre bisherigen Erfahrungen zusammen.
Für die 19 Frauen, die den Lehrgang besuchen und nach Kursende im November 2008 in den Familienbetrieb einsteigen bzw. verstärkt mitarbeiten wollen, bietet der vom LVH-Bildungszentrum und SHV organisierte und vom ESF unterstützte Kurs laut eigenen Aussagen eine sehr gute Basis.

"Wir sind eine tolle Gruppe" - so die Zwischenbilanz der 19 Teilnehmerinnen des Lehrgangs "Women Empowerment"
"Empowerment" - das bedeutet Selbstkompetenz und umfasst Strategien, um ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen zu können. Im Vordergrund des im Februar 2008 gestarteten Lehrgangs mit über 300 Kursstunden steht eine zweisprachige Ausbildung, die neben Persönlichkeitsbildung auch Betriebsführung, Personalmanagement und Englisch umfasst.

Das Interesse am Kurs war von Beginn an groß, letztendlich machten sich 19 Frauen zwischen 20 und 50 Jahren mit viel Elan und Schwung daran, an mehreren Tagen im Monat wieder die Schulbank zu drücken. Bis zur Sommerpause im Juni werden noch Kostenrechnung, Marketing und Englisch gelehrt, ab Ende September stehen u. a. Personal- und Projektmanagement, Kommunikationstechnologien und Rechtskunde auf dem Programm. Daneben sind auch Einzelcoachings, Betriebsbesichtigungen und ein kurzes Praktikum Teil der Ausbildung.

Zwischenbilanz im April 2008

Wie kommt der Kurs bei den Teilnehmerinnen an? Mit welchen Erwartungen sind sie in den Kurs gestartet und wurden diese erfüllt? Wie können sie den doch intensiven Kurs mit ihren sonstigen Verpflichtungen in Beruf und Familie vereinbaren?
Hier einige Aussagen von den engagierten Teilnehmerinnen:

Marianna Berki
Marianna Berki aus Lana (35, Sekretärin, 2 Kinder):
"Ich plane nach Kursabschluss bei einem Handwerksbetrieb zu arbeiten. Bisher haben wir die Module Selbstmotivation, Führungsstil und Konfliktmanagement behandelt und meine Erwartungen an den Kurs sind bisher sogar übertroffen worden. Ich bin bereits viel selbstsicherer geworden, wir haben viel an der Persönlichkeit gearbeitet, fachliche und theoretische Themen werden erst später behandelt. Die Referenten sind super, denn es ist sicher schwierig, 19 Frauen auf das gleiche Niveau zu holen. Die Termine passen zeitlich gut. Meine Kinder habe ich bei Freundinnen untergebracht, diese haben sich angeboten, auf meine Kinder aufzupassen."

Maria Schönweger
Maria Schönweger aus Algund (26, Grafikerin, 1 Kind):
  "Ich hatte vor Beginn keine konkreten Vorstellungen vom Kurs gehabt, aber meine Erwartungen sind voll und ganz zugetroffen. Ich bin sehr begeistert von den Referenten, die kompetent und mit vielen Praxisbeispielen auf die einzelnen Probleme eingehen. Sie sind sehr locker und auf die Gruppe abgestimmt. Loben möchte ich auch die Betreuung von Seiten des LVH und des SHV. Mein Ziel ist es, nach Kursende tatkräftiger in der Betriebsorganisation mitzuarbeiten. Die Betreuung meines Kindes habe ich gut organisieren müssen, da es erst ein Jahr alt ist und noch zu klein für den Kinderhort ist."

Katja Tartarotti
Katja Tartarotti aus Vahrn (30, Fachkraft für soziale Berufe, 3 Kinder):
"Mein Mann hat einen Tischlereibetrieb in Vahrn, der auf Altholz spezialisiert ist und ich möchte ihn im Büro unterstützen. Ich bin sehr positiv überrascht von der tollen Gruppendynamik und den Referenten. Super ist auch der Austausch in der Gruppe selbst, denn wir können von den Erfahrungen jeder einzelnen Teilnehmerin profitieren. Viele kleine Tipps habe ich nach jeder Kurseinheit bereits an meinen Mann weitergegeben, damit er es anwendet. Das Angebot des LVH zur Kinderbetreuung habe ich gerne genutzt, denn nur so war für mich der Kursbesuch möglich. Die Kurstermine und die Uhrzeiten gehen für mich in Ordnung."

Rosa Arnold Schäfer
Rosa Arnold Schäfer aus Innichen (45, Teilhaberin E. Schäfer GmbH, 4 Kinder):
"Der Kurs soll mir dabei helfen, mehr Sicherheit in der Führung und im Umgang mit Menschen zu erreichen. Auch dass Italienisch und Englisch im Kurs gelehrt wird, hat mich sofort angesprochen, ebenso die Möglichkeiten der persönlichen Weiterbildung. Die Kurszeiten sind allerdings nicht so günstig, an einigen Tagen endet der Kurs erst um 18 Uhr, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln klappt es nicht ganz so gut. Deshalb bleibe ich am Donnerstagabend in Bozen und übernachte bei Freundinnen. Ich muss mich gut organisieren, da zuhause die Arbeit im Betrieb weitergehen muss."

Anna Vieider
Vieider Anna aus Eppan (47, Verkäuferin, 2 Kinder):
"Eigentlich wollte ich einen Rhetorikkurs machen, mein Mann meldete mich dann bei diesem Kurs an. Mein Ziel ist es, meinen beiden Söhnen, die vor einem halben Jahr einen Betrieb für Fahrzeugtechnik gegründet haben, zu helfen. Ich habe vom Kurs bereits viel mitgenommen und möchte das Gelernte auch im Betrieb umsetzen, so z. B. das Zeitmanagement, auch wenn die konkrete Umsetzung noch etwas schwierig ist. Am Abend dauert der Kurs allerdings etwas zu lang."

Karoline Kuenrath
Karoline Kuenrath aus Glurns (29, Metzgerin und mitarbeitendes Familienmitglied bei der Metzgerei Mair, 2 Kinder):
"Mein Vater hat mich zur Kursanmeldung gedrängt. Für mich ist es ein geeigneter Kurs für Frauen, die in einem Handwerksbetrieb im Büro mitarbeiten wollen, vor allem weil es ein zweisprachiger Kurs ist. Das bisher Gelernte hilft mir vor allem bei der Planung meines Berufsalltags, ich habe mir bisher immer zu viel vorgenommen. Jetzt gehe ich an anders an die Arbeit heran und erreiche dadurch viel mehr. Das Niveau der Referenten ist sehr hoch, der Unterrichtsstoff sehr interessant und leicht verständlich. In Italienisch habe ich noch einige Schwierigkeiten, das ist ein allgemeines Manko für Vinschgerinnen und Vinschger. Der Kurs eignet sich für jede Altersgruppe, auch meiner Mutter könnte ich empfehlen, diesen Kurs zu besuchen."

Karolina Zwischenbrugger
Karolina Zwischenbrugger aus Bozen (39, Teilhaberin der Tischlerei Tiefenthaler in Auer, 4 Kinder):
"Ich plane verstärkt in die Tischlerei meines Bruder einzusteigen. Ich habe mich angemeldet, weil mir das Konzept des Kurses gefiel, vor allem weil auch Buchhaltung angeboten wird. Durch den laufenden Kurs bin ich bereits selbstsicherer geworden und spreche nun auch Dinge an, die nicht so gut laufen. Das hätte ich vor Kursbeginn noch nicht gewagt. Die Referenten und auch die Gruppe selbst sind super. Allerdings würde ich es besser finden, wenn der Kurs im Herbst gestartet wäre und nicht erst im Februar, um die Kinderbetreuung besser planen zu können. "

Daniela Bortolon Seyr
Daniela Bortolon Seyr (33, gelernte Friseurin, 2 Kinder):
"Ich arbeite im Büro der Spenglerei meines Mannes - Dachservice Seyr -  mit. Einiges was wir in der Büroorganisation und beim Konfliktmanagement gelernt haben, konnte ich schon konkret anwenden. Sehr nützlich finde ich das Einzelcoaching, wo auf jeden persönlich eingegangen wird. Meine Familie unterstützt mich voll, auch wenn sie derzeit ein bisschen zurückstecken muss, da ich nach Kursende doch sehr spät am Abend nach Hause komme. Der Kurs täte vielen Frauen und auch Männern gut."


Mit freundlicher Unterstützung von:

16.04.2008, 00:00

 
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