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23.05.2012     /  Home  /  LVH Dienstleistungen  /  Rechtsberatung

Tagung zur Arbeitssicherheit: Neue DVD's zur Arbeitssicherheit vorgestellt


Um Unfälle zu vermeiden und die Betriebe bei der Erfüllung der Sicherheitsauflagen zu unterstützen, stellt der LVH praxisnahe Hilfsmittel wie Broschüren und DVD's zur Verfügung und setzt auf die Sensibilisierung der Betriebe. Die neue Sicherheitskampagne von LVH, Landesabteilung Arbeit und INAIL, wurde am Donnerstag mit einer Tagung gestartet.

LVH-Präsident Gert Lanz unterstrich, dass die Sicherheit am Arbeitsplatz nicht allein durch Papier geregelt sein dürfe. "Wir möchten Sicherheitsbestimmungen, die für die Betriebe anwendbar sind und die auf die Praxis in den Betrieben eingehen", sagte Lanz.

Nur durch Bürokratie oder die Aufstockung von Kursstunden lasse sich kein Unfall vermeiden, es brauche praxisnahe Information und die Sensibilisierung von Unternehmern und Mitarbeitern, damit eine Sicherheitskultur in den Betrieben entstehen kann, so der LVH-Präsident.
Der LVH arbeitet mit der Landesabteilung Arbeit und dem Unfallversicherungsinstitut INAIL zusammen, um den Betrieben die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen zu erleichtern.

Der Leiter der LVH-Rechtsabteilung, Alexander Benvenutti, und Sicherheitsexperte Christian Niklaus stellten bei der Tagung zwei neue Sicherheitsfilme vor, die als DVD's für die Betriebe erhältlich sind.

Die zwei neuen Kurzfilme behandeln die Themen "Erste Hilfe" und "Arbeiten auf Leitern" und ergänzen das bestehende Filmangebot, das weitere Sicherheitsbereiche wie z. B. die Arbeit auf Hebebühnen und mit Kränen abdeckt. Sämtliche DVD's sind beim LVH kostenlos erhältlich.

Außerdem neu ist eine Sensibilisierungskampagne mittels Radiospots und Plakaten an Bussen. Damit will der LVH für die Sicherheit am Arbeitsplatz sensibilisieren. Weitere Unterstützungsmaßnahmen sind die branchenspezifischen Sicherheitsbroschüren, die LVH und INAIL für die wichtigsten Berufskategorien ausgearbeitet haben und in denen die wichtigsten Bestimmungen verständlich aufbereitet sind.

Beratung leistet der LVH über seine Rechtsabteilung und regelmäßigen Tagungen. Bei der heutigen Tagung standen die gesetzlichen Neuerungen zur Arbeitssicherheit und Fachreferate zu den Themen betriebliche Haftung und Führungsmodelle im Mittelpunkt.

Helmuth Sinn, Direktor der Landesabteilung Arbeit, dankte dem LVH für die Ausarbeitung der Hilfsmittel zur Arbeitssicherheit und gab den anwesenden Handwerkern und Sicherheitsverantwortlichen einen Überblick über die gesetzlichen Neuerungen.

Wichtig für Handwerksbetriebe sind demnach u. a. die neue Stressbewertung der Mitarbeiter, die Möglichkeit von Alkohol- und Drogentests für Berufsfahrer und andere Berufsgruppen, die neue Klassifizierung chemischer Substanzen sowie Neuerungen beim Asbestschutz und bei der Lieferung von Beton auf Baustellen. "Zudem ist ein neuer gesamtstaatlicher Plan in Kraft, der die Kontrollen auf Baustellen regelt und eine einheitliche Vorgehensweise der Inspektoren sicherstellt", so Sinn.

Der Direktor des INAIL Bozen, Robert Pfeifer, informierte über die so genannten Führungsmodelle für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Dabei handelt es sich um ein Organisationsmodell für Unternehmen auf freiwilliger Basis, das verschiedene betriebliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit vorsieht, wie z. B. einen Risiko- und Sicherheitsplan, Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten und periodische Besprechungen.

Vorteile für die Unternehmen, die ein solches Führungsmodell einführen, sind u. a. weniger Kosten durch Ausfälle von Mitarbeitern und eine niedrigere Versicherungsprämie. "Das INAIL hat mehrere Leitfäden für die Einführung eines Führungsmodells ausgearbeitet, seit heuer gibt es auch einen Leitfaden für Kleinstunternehmen", berichtete Pfeifer.

Die Rechtsanwälte Karin Ambach und Paolo Corti hielten ein Referat über die gesetzliche Haftung der Unternehmen gemäß dem Gesetz 231/01 bei Vergehen im Bereich der Arbeitssicherheit.

13.10.2011, 00:00

 
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