 |
| Fortunato Rizzo |
Bisher konnten die Vinschger Frächter den Reschenpass und
den Fernpass frei befahren, um zu den Zielorten in Deutschland und Nordeuropa zu
gelangen. Mit Beschluss der Tiroler Landesregierung wird dies ab 1. Jänner 2010
anders. Dann ist der Fernpass nur mehr für den Ziel- und Quellverkehr offen,
also nur mehr für jene Lkw, die in Tirol auf- und abladen.
Die Folgen für die Vinschger Frächter, immerhin knapp 20
Unternehmen mit 300 Mitarbeitern, sind gravierend. "Sie müssen dann die
Brennerroute nehmen und damit für jede Fahrt einen Umweg von rund 100 Kilometern
in Kauf nehmen. Das ist ein erheblicher Kosten- und Zeitaufwand und verursacht
entsprechend mehr Verkehr durch Südtirol", unterstreicht Rizzo.
Viele Frächter hätten sich bereits an die
Berufsgemeinschaft gewandt, weil sie nicht mehr weiter wüssten. Gerade in der
derzeitigen schwierigen Situation des Transportsektors bedroht die Schließung
des Fernpasses die Existenz der Frachtbetriebe und der 300 Arbeitsplätze, die
sie im Vinschgau sichern.
Um auf die negativen Folgen hinzuweisen, hat die
LVH-Berufsgemeinschaft bereits Gespräche mit allen Vinschger
Landtagsabgeordneten, im Regionalrat und mit Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann
geführt. Letzterer hat versichert, das Problem auf die Tagesordnung der
Landesregierung zu bringen. Auch ein Gespräch mit dem Tiroler Landeshauptmann
Günther Platter und mit Verkehrslandesrat Anton Steixner wurde in Aussicht
gestellt.
"Im Interesse der Vinschger Wirtschaft und der Anrainer
der Brennerroute im Eisack- und Wipptal hoffen wir auf einen Kompromiss mit
Tirol, der eine Ausnahmeregelung für unsere Vinschger Frächter für den Fernpass
vorsieht", so Rizzo.