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23.05.2012     /  Home  /  Berufsgruppen  /  Nahrungsmittel

Tis Technology Day: Innovation zum Anbeißen


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Frische und natürliche Lebensmittel, die trotzdem lange haltbar sind, Convenience-Produkte, die gesund sind und wie hausgemacht schmecken, sowie regionale Lebensmittel: das wünscht sich der Kunde von heute. Wie Unternehmen der Lebensmittelbranche diesen Trends am Besten nachgehen können und welcher Technologien sie sich dabei bedienen können, darum ging es beim TechnologyDay des TIS.

TIS Technology Day 2010: Bettina Schmid vom Cluster Lebensmittel & Wohlbefinden des TIS
"Der Kunde von heute hat andere Ansprüche an Lebensmittel als noch vor einigen Jahren. Die Gesellschaft ist im Umbruch und die Erwartungen an die Lebensmittelbranche haben sich geändert", so Bettina Schmid, Managerin des Bereichs Lebensmittel & Wohlbefinden des TIS innovation park. Aus diesem Grund widmete sich der TechnologyDay 2010 unter dem Motto "Innovation zum Anbeißen" dem Thema Lebensmittel "Für Südtiroler Unternehmen der Lebensmittelbranche ist es wichtig, dass sie über die neusten Trends und Technologien Bescheid wissen, um den Kundenwünschen bestmöglich nachzukommen", so Schmid weiter.

Spagat zwischen frischen und gesunden Lebensmitteln und langer Haltbarkeit
Zum Thema "Innovation im Wandel der Zeit" referierte Patrizia Stitz vom Unternehmen Food Professionals aus Deutschland. Sie zeigte auf, wie sich die Gesellschaft und infolge dessen auch der Konsum im Laufe der Jahre verändert haben und in welche Richtung Unternehmen der Lebensmittelbranche gehen müssen, um bei den Konsumenten von heute punkten zu können. Der Trend geht in Richtung frische und gesunde Lebensmittel, gleichzeitig aber sollen sie auch lange haltbar sein und das Essen schnell und einfach ermöglichen. Wie dieser Spagat bewältigt werden kann, erläuterte dann Professor Emmerich Berghofer von der Wiener Universität für Bodenkultur. Berghofer führte die Teilnehmer deshalb in neue Verfahrenstechniken im Lebensmittelbereich ein, bei denen die Rohstoffe schonend verarbeitet werden. Ein solches Beispiel sind etwa nichtthermische Gar- und Haltbarkeitsverfahren.

Das Auge kauft mit: natürliche Farbstoffe und intelligente Verpackung
Nun legt der Konsument zwar Wert auf gesunde Lebensmittel, das Aussehen eines Lebensmittels spielt aber auch eine wichtige Rolle. Welche Möglichkeiten hier färbende Frucht- oder Gemüsekonzentrate bieten, zeigte Hanspeter Alber in seinem Referat auf. So kann zum Beispiel auf die Verwendung synthetischer Farbstoffe - die in der Zutatenliste als E-Nummern aufscheinen - verzichtet werden und stattdessen etwa die Farbstoffe aus Roter Beete oder Blaukohl zum Einsatz kommen. Immer noch dem Frische- und Gesundheitstrend folgend, zeigte Mareike Szelies vom Verpackungsinstitut Ofi in Wien, welchen Beitrag Verpackungen hierzu leisten können. So genannte aktive Verpackungen können beispielsweise Sauerstoff absorbieren und verhindern, dass das Produkt an Geschmack verliert oder sich verfärbt. Intelligente Verpackungen können dem Konsumenten sogar signalisieren, wenn das Produkt nicht mehr frisch ist: ein Chip misst die Temperatur innerhalb der Verpackung.

Vertreter Südtiroler Lebensmittelunternehmen referierten
Daneben erhielten die Teilnehmer praktische Erfahrungen von erfolgreichen Unternehmen des Lebensmittelsektors. Andreas Loacker von der Loacker AG ging auf das Thema Produktentwicklung bei Loacker ein, Volker Veitl von Danone Research und Jaqueline Pante von Dr. Schär zeigten auf, wie in ihrem Unternehmen auf Kundenwünsche eingegangen wird. Die Einzelgespräche am Nachmittag mit den Referenten des Vormittags sowie mit weiteren Experten des Lebensmittelsektors wurden von den Unternehmern für persönliche Fragestellungen genutzt. Außerdem fanden zwei Workshops statt: einer zum Thema "Chancen und Risiken in der Produktentwicklung" und der andere zum Thema "Lebensmittel-Sensorik".

 

26.07.2010, 00:00

 
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