Frische und natürliche Lebensmittel, die trotzdem lange haltbar sind, Convenience-Produkte, die gesund sind und wie hausgemacht schmecken, sowie regionale Lebensmittel: das wünscht sich der Kunde von heute. Wie Unternehmen der Lebensmittelbranche diesen Trends am Besten nachgehen können und welcher Technologien sie sich dabei bedienen können, darum ging es beim TechnologyDay des TIS.
 |
| TIS Technology Day 2010: Bettina Schmid vom Cluster Lebensmittel &
Wohlbefinden des TIS |
"Der Kunde von heute hat andere Ansprüche an Lebensmittel
als noch vor einigen Jahren. Die Gesellschaft ist im Umbruch und die Erwartungen
an die Lebensmittelbranche haben sich geändert", so Bettina
Schmid, Managerin des Bereichs Lebensmittel & Wohlbefinden des TIS
innovation park. Aus diesem Grund widmete sich der TechnologyDay 2010 unter dem
Motto "Innovation zum Anbeißen" dem Thema Lebensmittel "Für Südtiroler
Unternehmen der Lebensmittelbranche ist es wichtig, dass sie über die neusten
Trends und Technologien Bescheid wissen, um den Kundenwünschen bestmöglich
nachzukommen", so Schmid weiter.
Spagat zwischen frischen und
gesunden Lebensmitteln und langer Haltbarkeit Zum Thema "Innovation
im Wandel der Zeit" referierte Patrizia Stitz vom Unternehmen
Food Professionals aus Deutschland. Sie zeigte auf, wie sich die Gesellschaft
und infolge dessen auch der Konsum im Laufe der Jahre verändert haben und in
welche Richtung Unternehmen der Lebensmittelbranche gehen müssen, um bei den
Konsumenten von heute punkten zu können. Der Trend geht in Richtung frische und
gesunde Lebensmittel, gleichzeitig aber sollen sie auch lange haltbar sein und
das Essen schnell und einfach ermöglichen. Wie dieser Spagat bewältigt werden
kann, erläuterte dann Professor Emmerich Berghofer von der
Wiener Universität für Bodenkultur. Berghofer führte die Teilnehmer deshalb in
neue Verfahrenstechniken im Lebensmittelbereich ein, bei denen die Rohstoffe
schonend verarbeitet werden. Ein solches Beispiel sind etwa nichtthermische Gar-
und Haltbarkeitsverfahren.
Das Auge kauft mit: natürliche
Farbstoffe und intelligente Verpackung Nun legt der Konsument zwar
Wert auf gesunde Lebensmittel, das Aussehen eines Lebensmittels spielt aber auch
eine wichtige Rolle. Welche Möglichkeiten hier färbende Frucht- oder
Gemüsekonzentrate bieten, zeigte Hanspeter Alber in seinem
Referat auf. So kann zum Beispiel auf die Verwendung synthetischer Farbstoffe -
die in der Zutatenliste als E-Nummern aufscheinen - verzichtet werden und
stattdessen etwa die Farbstoffe aus Roter Beete oder Blaukohl zum Einsatz
kommen. Immer noch dem Frische- und Gesundheitstrend folgend, zeigte
Mareike Szelies vom Verpackungsinstitut Ofi in Wien, welchen
Beitrag Verpackungen hierzu leisten können. So genannte aktive Verpackungen
können beispielsweise Sauerstoff absorbieren und verhindern, dass das Produkt an
Geschmack verliert oder sich verfärbt. Intelligente Verpackungen können dem
Konsumenten sogar signalisieren, wenn das Produkt nicht mehr frisch ist: ein
Chip misst die Temperatur innerhalb der Verpackung.
Vertreter
Südtiroler Lebensmittelunternehmen referierten Daneben erhielten die
Teilnehmer praktische Erfahrungen von erfolgreichen Unternehmen des
Lebensmittelsektors. Andreas Loacker von der Loacker AG ging
auf das Thema Produktentwicklung bei Loacker ein, Volker Veitl
von Danone Research und Jaqueline Pante von Dr. Schär zeigten
auf, wie in ihrem Unternehmen auf Kundenwünsche eingegangen wird. Die
Einzelgespräche am Nachmittag mit den Referenten des Vormittags sowie mit
weiteren Experten des Lebensmittelsektors wurden von den Unternehmern für
persönliche Fragestellungen genutzt. Außerdem fanden zwei Workshops statt: einer
zum Thema "Chancen und Risiken in der Produktentwicklung" und der andere zum
Thema "Lebensmittel-Sensorik".
|
|
|
 |