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23.05.2012     /  Home  /  Berufsgruppen  /  Kunsthandwerk

"movemënt": Gelungene UNIKA-Premiere


Eines wurde bei der Vernissage gestern Abend deutlich: "movemënt" wird die Besucher der diesjährigen UNIKA-Skulpturenmesse in St. Ulrich/Gröden verblüffen. Besucher die über 100 Werke der 22 UNIKA-Künstler noch bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr im Tennis Center begutachten.

v.l.: Ewald Moroder, Veronika Stirner Brantsch, Roland Perathoner, Luis Durnwalder, Norbert Insam, Florian Mussner, Gert Lanz und Eugen Hofer
Der Premierenauftritt der Riesenskulptur vor rund 300 geladenen Gäste, darunter auch Landeshauptmann Luis Durnwalder,  war "ein voller Erfolg", wie die UNIKA-Verantwortlichen erfreut feststellten.

Es gibt mehrere Schlüsselmomente im Wirken eines Künstlers. Einer davon ist gewiss jener, in dem das, was er geschaffen  hat, dem kritischen Blick des Publikums zum ersten Mal ausgesetzt wird. Die Vernissage gestern war ein solcher Moment: Erstmals wurde die Riesenskulptur "movemënt" in voller Größe präsentiert. "Von der Planung bis zur Enthüllung des Kunstwerks sind mehrere Jahre vergangen", so UNIKA-Präsident Roland Perathoner.

"Umso mehr haben wir uns über die äußerst positive Reaktion der Vernissage-Besucher gefreut." Am meisten hätten sie die Dimensionen der Skulptur aus 50 Einzelteilen beeindruckt: "Vor einem Zirbelkiefer-Kopf mit über sechs Metern Höhe zu stehen, ist nun mal kein alltägliches Ereignis", sagt Perathoner nicht ohne Stolz. Bearbeitet wurden die beweglichen Elemente von Künstlern der UNIKA, die ein Zusammenschluss von 42 Bildhauern und Malern des Tales ist, gleichzeitig aber auch Ausrichter und Namensgeber der Skulpturenschau.

"Mit der Figur haben wir dem Grödner Kunsthandwerk ein neues, auffälliges Erscheinungsbild verliehen. Eines das uns auch außerhalb der Landesgrenzen verstärkt bekannt machen soll." Geplant seien Präsenzen unter anderem auf der Expo 2015 in Mailand und der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München. Wer nicht zu den Vernissage-Gästen gehörte, kann "movemënt" in den vier UNIKA-Ausstellungstagen von 1. bis 4. September jeweils von 10 bis 19 Uhr bestaunen.

Ein treuer Anhänger der UNIKA seit der 1. Auflage vor 17 Jahren ist Landeshauptmann Luis Durnwalder. Er hob den "Mut zur Innovation" der Künstler hervor. "Jedes Jahr lassen sich die Aussteller etwas Neues einfallen, ´movemënt´ verkörpert genau diese Wandlungsfähigkeit und den Willen zur Weiterentwicklung, der die Vereinigung auszeichnet." Der geschätzte Wert der Skulptur liegt bei 150.000 bis 200.000 Euro, inklusive aller Material- und Arbeitskosten. Von Seiten der Grödner Gemeinden besteht "grundsätzliches Interesse am Ankauf", wie Ewald Moroder, Bürgermeister von St. Ulrich sagte: "Die Finanzierung müssen wir noch klären, es ist jedoch in unserem Sinne, dass der Kopf dem Tal erhalten bleibt."

Die Skulpturenmesse UNIKA, zu den Ausstellungsstücken zählen auch einzelne Malereien, lockt jährlich rund 5000 Besucher an. Sie zeigt neben "movemënt" ausdrucksstarke Exponate von Bildhauern aus Glas, Blei, Bronze und Holz in reiner oder kombinierter Form - puristisch oder mit Blattgold veredelt. Wie die Künstler mit diesem wertvollen Material umgehen, zeigt vor Ort der Aussteller Battiloro. Seine Silber- und Blattgoldschätze sind an allen vier Ausstellungstagen genauso zu sehen wie die Sonderausstellung zu Ehren "Papst Johannes Paul II". Von der Formensprache erstreckt sich das Repertoire der UNIKA-Mitglieder von sakralen bis hin zu zeitgenössischen Motiven.

01.09.2011, 00:00

 
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