Alle Ergebnisse wurden heute (31. Jänner) am Sitz der
Bezirksgemeinschaft in Brixen den Bürgermeistern der Gemeinden vorgestellt. Für
die Studie haben die wissenschaftlichen Leiter, Christian Haberfellner und
Professor Richard Hammer der Universität Salzburg, Interviews und Workshops mit
Eisacktaler Unternehmern und Gemeindevertretern geführt.
Im Zentrum stand zum einen die Fragestellung, welche Rolle
die Gemeinden bei der Stärkung der Wirtschaft spielen, und zum zweiten, wie man
durch die Zusammenarbeit der einzelnen Sektoren Handel, Handwerk, Tourismus,
Dienstleistungen, Landwirtschaft und Industrie Wettbewerbsvorteile für die
Region erreichen kann.
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| Projektleiter Hanspeter Munter (l.) überreicht den Leitfaden zur Studie an Bezirksgemeinschaftspräsident Peter Gasser. |
"Herausgekommen ist ein Leitfaden, der gut als Grundlage
für die Ausarbeitung eines Wirtschaftsleitbildes hergenommen werden kann",
erklärt Haberfellner. Die "Leitlinien zur Stärkung der Wirtschaftskraft am
Beispiel Eisacktal" erhalten alle Teilnehmer der Studie sowie die Vertreter der
13 Eisacktaler Gemeinden in Form eines Handbuches.
Für die Gemeinden gibt es Leitlinien zu den Themen
Gemeindeentwicklung, Wirtschaftsdenken, Kooperation, Gewerbezonen, Marketing und
öffentliche Ausschreibungen. So ist laut Studie zum Beispiel wichtig, dass die
Nahversorgung in den Gemeinden aufrecht bleibt und öffentliche Aufträge an
ansässige Betriebe vergeben werden.
Herausgekommen bei der Befragung der Unternehmer ist, dass
diese vor allem auf Marketing setzen wollen. Wichtig seien zudem Verbesserungen
bei der Verwaltung und Organisation des Betriebes. "Heute reicht es nicht mehr
nur zu wachsen", sagte dazu Universitätsprofessor Hammer. "Die Studie hat
ergeben, dass sich die Unternehmen professionalisieren und über ihren Sektor
hinaus zusammenarbeiten müssen, zum Beispiel ein Handwerksbetrieb mit einem
Handelsbetrieb."
Neben den Ergebnissen der Studie beinhaltet der Leitfaden
Instrumente und Vorlagen, mit denen Gemeinden und Unternehmer konkret arbeiten
können, etwa ein Formular für Vorschläge an die Gemeinde oder ein
Evaluierungsbogen, der Maßnahmen von Gemeinden auf ihre Auswirkungen auf die
Unternehmen hin prüft.
Der Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Peter
Gasser, und Brixens Bürgermeister Albert Pürgstalller dankten den Vertretern der
Wirtschaftsverbände und den Autoren der Studie für ihre Arbeit. "Wichtig ist,
dass Politik und Unternehmer miteinander arbeiten und dass die Unternehmer
bereit sind sich einzubrignen", sagte Pürgstaller.
Leitfaden und Studie wurden im Rahmen des
EU-Entwicklungsprogramms EFRE von der Europäischen Union, dem Land Südtirol und
dem italienischen Staat finanziert.