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22.05.2012     /  Home  /  Bezirke  /  Klausen

Leitlinien zur Stärkung der Wirtschaftskraft im Eisacktal


Das Eisacktal brauche ein schärferes Profil, und nur sieben von 13 Eisacktaler Gemeinden haben ein Wirtschaftsleitbild. Vor diesem Hintergrund haben die Wirtschaftsverbände des Tals auf Initiative des LVH eine Studie ausarbeiten lassen, die "Leitlinien zur Stärkung der Wirtschaftskraft" erhoben hat und praxisnahe Instrumente für Unternehmer und Gemeinden bietet. Mit Studie zum Herunterladen!

Alle Ergebnisse wurden heute (31. Jänner) am Sitz der Bezirksgemeinschaft in Brixen den Bürgermeistern der Gemeinden vorgestellt. Für die Studie haben die wissenschaftlichen Leiter, Christian Haberfellner und Professor Richard Hammer der Universität Salzburg, Interviews und Workshops mit Eisacktaler Unternehmern und Gemeindevertretern geführt.
 
Im Zentrum stand zum einen die Fragestellung, welche Rolle die Gemeinden bei der Stärkung der Wirtschaft spielen, und zum zweiten, wie man durch die Zusammenarbeit der einzelnen Sektoren Handel, Handwerk, Tourismus, Dienstleistungen, Landwirtschaft und Industrie Wettbewerbsvorteile für die Region erreichen kann.
 
Projektleiter Hanspeter Munter (l.) überreicht den Leitfaden zur Studie an Bezirksgemeinschaftspräsident Peter Gasser.
"Herausgekommen ist ein Leitfaden, der gut als Grundlage für die Ausarbeitung eines Wirtschaftsleitbildes hergenommen werden kann", erklärt Haberfellner. Die "Leitlinien zur Stärkung der Wirtschaftskraft am Beispiel Eisacktal" erhalten alle Teilnehmer der Studie sowie die Vertreter der 13 Eisacktaler Gemeinden in Form eines Handbuches.
 
Für die Gemeinden gibt es Leitlinien zu den Themen Gemeindeentwicklung, Wirtschaftsdenken, Kooperation, Gewerbezonen, Marketing und öffentliche Ausschreibungen. So ist laut Studie zum Beispiel wichtig, dass die Nahversorgung in den Gemeinden aufrecht bleibt und öffentliche Aufträge an ansässige Betriebe vergeben werden.
 
Herausgekommen bei der Befragung der Unternehmer ist, dass diese vor allem auf Marketing setzen wollen. Wichtig seien zudem Verbesserungen bei der Verwaltung und Organisation des Betriebes. "Heute reicht es nicht mehr nur zu wachsen", sagte dazu Universitätsprofessor Hammer. "Die Studie hat ergeben, dass sich die Unternehmen professionalisieren und über ihren Sektor hinaus zusammenarbeiten müssen, zum Beispiel ein Handwerksbetrieb mit einem Handelsbetrieb."
 
Neben den Ergebnissen der Studie beinhaltet der Leitfaden Instrumente und Vorlagen, mit denen Gemeinden und Unternehmer konkret arbeiten können, etwa ein Formular für Vorschläge an die Gemeinde oder ein Evaluierungsbogen, der Maßnahmen von Gemeinden auf ihre Auswirkungen auf die Unternehmen hin prüft. 
 
Der Präsident der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, Peter Gasser, und Brixens Bürgermeister Albert Pürgstalller dankten den Vertretern der Wirtschaftsverbände und den Autoren der Studie für ihre Arbeit. "Wichtig ist, dass Politik und Unternehmer miteinander arbeiten und dass die Unternehmer bereit sind sich einzubrignen", sagte Pürgstaller.
 
Leitfaden und Studie wurden im Rahmen des EU-Entwicklungsprogramms EFRE von der Europäischen Union, dem Land Südtirol und dem italienischen Staat finanziert.

31.01.2011, 00:00

 
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