Martin Fledersbacher, LVH-Ortsobmann in Klausen begrüßte
bei der Jahresversammlung der LVH-Ortsgruppe Klausen neben zahlreichen
Handwerkern den Vizebürgermeister und Handwerksreferent Manfred Waldboth,
Gemeindereferent Josef Pfattner, Oswald Rabanser, Bürgermeister von Waidbruck,
Sieghard Flader, Abteilungsdirektor des Amtes für sozialen Arbeitsschutz sowie
LVH-Bezirksobmann Josef Felderer. Vom LVH waren Hanspeter Munter und der Leiter
des LVH-Bezirksbüros Brixen, Josef Morandell, dabei.
Ganz besonders am Herzen liegt Ortsobmann Fledersbacher
die Jugend und die Information über die vielfältigen Berufsperspektiven im
Handwerk. "Die Information in den Mittelschulen über die Handwerksberufe, wie
auch in Klausen seit Jahren erfolgt, ist besonders wichtig", meinte
Fledersbacher. Doch als ein dringendes Problem der Handwerker von Klausen sprach
Fledersbacher die Abfallbewirtschaftung an.
Gemeindereferent Josef Pfattner berichtete über diese
Problematik und über die neuen Zielsetzungen im Bereich Müllgebühren und
Mülltransport.
Vizebürgermeister Manfred Waldboth berichtete über
aktuelle Thematiken aus der Gemeindestube, wobei er die gute Zusammenarbeit mit
den Vertretern der Handwern betont.
Weiters berichtete Waldboth vom
Interesse der Gemeinde, an einem Interreg-Projekt gemeinsam mit der Gemeinde
Hall in Tirol teilzunehmen. Die Themen, die darin angegangen würden, sind der
Verkehr und die Aufwertung der historischen Altstadt. Hand in Hand ist auch die
Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsgenossenschaft zu sehen, die für die Stadt
Klausen ein Marketingkonzept erstellen könnte. Waldboth berichtete abschließend
von den Entwicklungen in der Handwerkerzone Spitalwiese, die in Zusammenarbeit
mit der BLS durchgedacht werden.
Bezirksobmann Josef Felderer berichtete über "ein bewegtes
Jahr 2010", wobei er auf Entwicklung im Handwerk auf Gemeindegebiet hinwies.
"Für die Mitgliedsbetriebe ist der Verband ein immer wichtiger Ansprechpartner,
der bei immer komplexeren Gesetzen, sprich das Abfallerfassungssystem SISTRI,
die SOA-Eintragung und die neuen Risikobewertungen und Stresserfassung für
Mitarbeiter Lösungen anbietet.
Zur Sprache kamen auch die Kreditsituation im Handwerk,
die Garantiegenossenschaft, die Landesbauarbeiterkasse und die Bilaterale
Körperschaft, die wichtige Säulen der Interessensvertretung des Handwerks sind.
Vor der Tür stehen von 17. bis 19. Februar 2011 die Landesmeisterschaft des
Handwerks und im Oktober die Berufsweltmeisterschaft in London. Dazu kommt die
große Herausforderung für die Kleinbetriebe rund um den Begriff Innovation,
wobei der Verband einen Beratungsdienst für interessierte Betriebe aufgebaut
hat.
Sieghard Flader vom Amt für sozialen Arbeitsschutz
berichtete im Bereich des Arbeitsrechts über Strafenverringerung bei
Schwarzarbeit, die Abschaffung der obligatorischen Schlichtung, den
Anfechtungstermin bei Entlassungen und die Risikobewertung integriert mit
der neuen Stressbewertung.
Der Leiter des LVH-Bezirksbüros Brixen, Josef Morandell,
sprach über die Neuerungen im Steuerbereich und im Rechtsbereich, und
präsentierte das neue Konsortium für Warentransporteure TransOpt für die
schnellere Abwicklung von Aufträgen.