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11.02.2012     /  Home

"Sommergespräche": Selbst nach oben streben, statt abwarten


Frauen sind in Wirtschaft und Politik immer mehr in Führungspositionen zu finden. Die Gruppe der Frauen im LVH hat nach den Gründen gefragt und dazu vier Bürgermeisterinnen des Landes zu ihren "Sommergesprächen" eingeladen. Herausgekommen ist bei der Diskussion, dass für den Erfolg vor allem Eigeninitiative und mehr Mut von Seiten der Frauen gefragt sind.

LVH-Landesfrauenvorsitzende Heidrun Grüner (Mitte) mit vier Südtiroler Bürgermeisterinnen
"Ein gesundes Selbstwertgefühl, Zielstrebigkeit und Ausdauer sind unserer Meinung nach die positiven Werte eines erfolgreichen Frauenlebens", sagte eingangs LVH-Frauenvorsitzende Heidrun Grüner. In der Diskussion ging das Wort an die vier Bürgermeisterinnen Liliana Di Fede (Leifers), Angelika Widmer Perkmann (Mölten), Theresia Degasperi Gozzi (Margreid) und Maria Anna Gasser Fink (Klausen).
 
"Wenn es um Spitzenpositionen geht, sollten wir Frauen den Mut haben und die Sache angehen und nicht gleich sagen, das kann ich nicht", sagte Gasser Fink, verheiratet und drei Kinder, und seit den Wahlen im Mai neue Bürgermeisterin der Stadtgemeinde Klausen.
 
"Die Initiative, mich der Bürgermeisterwahl zu stellen, habe ich selbst getroffen, ich bin also keine Quotenfrau", betonte Widmer Perkman. Für die Bürgermeisterin von Mölten (verheiratet, zwei Kinder) hängt der Erfolg vor allem vom Charakter ab. "Wichtig sind die eigene Initiative und dann zielstrebig sein; junge Frauen gehen diesen Weg viel eher", freut sich Widmer Perkmann.
 
Publikum bei den "Sommergesprächen"
Laut Theresia Gozzi, verheiratet, drei Kinder und seit 2005 Bürgermeisterin von Margreid, haben die Frauen früher viel im Hintergrund geleistet. "Wir können in Führungspositionen einiges von den Männern lernen, die Kritik nicht an sich heran lassen und Rückschläge schneller verarbeiten."
 
Leifers Bürgermeisterin Liliana Di Fede, verheiratet, zwei Kinder, forderte die Frauen auf, nicht zu streng mit sich selbst zu sein. "Wir Frauen wollen oft perfekt sein, und das hindert uns, neue Herausforderungen anzugehen."
 
Wichtiges Thema der Diskussion waren Familie und Kinder. Einig waren sich die Bürgermeisterinnen, dass Spitzenpositionen in Wirtschaft oder Politik viel Zeit benötigen und daher der Rückhalt der Familie unerlässlich sei. "Man muss sich innerhalb der Familie absprechen und organisieren können", unterstrich  Widmer Perkmann.
 
Gleichstellungsrätin Simone Wasserer, die gemeinsam mit Exponenten der Wirtschaft und von Frauenorganisationen anwesend war, forderte die Frauen auf, die Männer mehr in die Verantwortung zu nehmen. "Wir Frauen stellen oft zu große Anforderungen an uns selbst, auch Männer müssen ihre Verantwortung für die Familie übernehmen", so Wasserer. 
 
Den Blumenschmuck hat die Florale Werkstatt (Lana) zur Verfügung gestellt.


06.08.2010, 00:00






 
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