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| LVH-Landesfrauenvorsitzende Heidrun Grüner (Mitte) mit vier Südtiroler
Bürgermeisterinnen |
"Ein gesundes Selbstwertgefühl, Zielstrebigkeit und
Ausdauer sind unserer Meinung nach die positiven Werte eines erfolgreichen
Frauenlebens", sagte eingangs LVH-Frauenvorsitzende Heidrun Grüner. In der
Diskussion ging das Wort an die vier Bürgermeisterinnen Liliana Di Fede
(Leifers), Angelika Widmer Perkmann (Mölten), Theresia Degasperi Gozzi
(Margreid) und Maria Anna Gasser Fink (Klausen).
"Wenn es um Spitzenpositionen geht, sollten wir Frauen den
Mut haben und die Sache angehen und nicht gleich sagen, das kann ich nicht",
sagte Gasser Fink, verheiratet und drei Kinder, und seit den Wahlen im Mai neue
Bürgermeisterin der Stadtgemeinde Klausen.
"Die Initiative, mich der Bürgermeisterwahl zu stellen,
habe ich selbst getroffen, ich bin also keine Quotenfrau", betonte Widmer
Perkman. Für die Bürgermeisterin von Mölten (verheiratet, zwei Kinder) hängt der
Erfolg vor allem vom Charakter ab. "Wichtig sind die eigene Initiative und dann
zielstrebig sein; junge Frauen gehen diesen Weg viel eher", freut sich Widmer
Perkmann.
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| Publikum bei den "Sommergesprächen" |
Laut Theresia Gozzi, verheiratet, drei Kinder und seit
2005 Bürgermeisterin von Margreid, haben die Frauen früher viel im Hintergrund
geleistet. "Wir können in Führungspositionen einiges von den Männern lernen, die
Kritik nicht an sich heran lassen und Rückschläge schneller verarbeiten."
Leifers Bürgermeisterin Liliana Di Fede, verheiratet, zwei
Kinder, forderte die Frauen auf, nicht zu streng mit sich selbst zu sein. "Wir
Frauen wollen oft perfekt sein, und das hindert uns, neue Herausforderungen
anzugehen."
Wichtiges Thema der Diskussion waren Familie und Kinder.
Einig waren sich die Bürgermeisterinnen, dass Spitzenpositionen in Wirtschaft
oder Politik viel Zeit benötigen und daher der Rückhalt der Familie unerlässlich
sei. "Man muss sich innerhalb der Familie absprechen und organisieren können",
unterstrich Widmer Perkmann.
Gleichstellungsrätin Simone Wasserer, die gemeinsam mit
Exponenten der Wirtschaft und von Frauenorganisationen anwesend war, forderte
die Frauen auf, die Männer mehr in die Verantwortung zu nehmen. "Wir Frauen
stellen oft zu große Anforderungen an uns selbst, auch Männer müssen ihre
Verantwortung für die Familie übernehmen", so Wasserer.
Den
Blumenschmuck hat die Florale Werkstatt (Lana) zur Verfügung
gestellt.