Die Reform der Wirtschaftsförderung ist nach verschiedenen
Gesprächen mit Interessensvertretern in einer Testphase seitens der Ämter. Laut
Widmann ist diese Reform aufgrund der langen Wartezeiten bei der Behandlung der
Beitragsanträge und angesichts der immer knapper werdenden Geldmittel notwendig.
Daher werde es, so der Landesrat, klare und zeitlich definierte
Förderprogramme geben, die sich mit den Schwachpunkten der Südtiroler Wirtschaft
decken - es gehe schließlich um die zukünftige Entwicklung der
Konkurrenzfähigkeit der Südtiroler Wirtschaft.
"Für eine möglichst hohe Effizienz der
Wirtschaftsförderung ist es wichtig, dass die Reform derselben in enger
Abstimmung mit den Wirtschaftsorganisationen unternommen wird", sagt Landesrat
Widmann. Der LVH wird somit über alle neuen Inhalte zeitgerecht informiert und
auch eingeladen, sich aktiv in die Diskussion einzubringen.
Ein weiteres Gesprächsthema zwischen Landesrat Widmann und
der LVH-Spitze war das geplante Sammelgesetz zur Änderung von verschiedenen
Landesgesetzen zur Wirtschaft (Handwerksordnung, Handelsordnung,
Wirtschaftsförderung, Urbanistik in Gewerbegebieten), also der sogenannte
Wirtschaftsomnibus.
Für den LVH geht es bei den Änderungen zur
Handwerksordnung um wichtige Anpassungen an EU- und staatliche Bestimmungen.
"Vor einer vollständigen Verabschiedung der Änderungen möchten wir die
Liberalisierungen des Staates abwarten, da anzunehmen ist, dass sich daraus
notwendige Anpassungen an unseren Gesetzen ergeben werden", erklärte
Widmann.
Die LVH-Vertreter legten dem Landesrat eine Liste von
Projekten vor, welche er für die Entwicklung des Südtiroler Handwerks, für die
verschiedenen Berufe und Berufsgemeinschaften im Laufe dieses Jahres
realisieren möchte und für welche er über seine Service-Genossenschaft um
Beiträge beim Land ansuchen wird. Diese können nach Prüfung der einzelnen
Projekte seitens des zuständigen Amtes über das Landesgesetz 79/73 unterstützt
werden.
Unter den Projekten für 2012 sind auch einige Imagekampagnen für
verschiedene Handwerksberufe dabei: Damit soll die Öffentlichkeit auf das
Südtiroler Handwerk aufmerksam gemacht werden. "Durch die geplanten Maßnahmen
und Reformen sollen das Südtiroler Handwerk unterstützt und die verschiedenen
Handwerksberufe gefördert werden, um auch in diesen wirtschaftlich unsicheren
Zeiten dem Handwerk, das eine wichtige Funktion in unserer Wirtschaft erfüllt,
beizustehen", sagte LR Widmann.