Der LVH begrüßt den Aufschub des Abfallerfassungssystems Sistri auf den 30. Juni 2012 für Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern. Der Aufschub ist im Dekret "Milleproroghe" der Regierung Monti enthalten, das am Dienstag mittels Vertrauensabstimmung die Hürde im Parlament genommen hat.
Für Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern, die so genannte gefährliche
Abfälle produzieren, hätte Sistri nach zuletzt mehreren Aufschüben am 2. April
in Kraft treten sollen. "Die unzähligen Aufschübe sorgen bei den Betrieben für
großes Unverständnis", ärgert sich Präsident Gert Lanz.
Der LVH setzt
sich für eine tiefgreifende Überarbeitung und Vereinfachung des Systems ein:
"Sistri soll erst in Kraft treten, wenn es für die Betriebe in der Praxis
anwendbar ist", sagt Lanz.
Der Verband fordert die Befreiung von
verschiedenen Abfallklassen von der Sistri-Pflicht. "Auch bei sehr geringen
Abfallmengen soll das System nicht verpflichtend eingeführt werden", fordert
LVH-Direktor Thomas Pardeller.
Für Klein- und Kleinstbetriebe mit
weniger als zehn Mitarbeitern soll Sistri wahlweise anstelle der bisherigen
Abfallbuchhaltung (Abfallbegleitschein, Register und Jahresabfallerklärung MUD)
eingeführt werden, so das Anliegen des LVH.
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