In seinen Grußworten unterstrich Fledersbacher die gute
Zusammenarbeit der Ortsgruppe mit der Gemeindeverwaltung. Mehr als 150
Handwerksbetriebe sind in Klausen angesiedelt und sorgen für ein aktives
Wirtschaftsleben.
"Die Handwerksbetriebe sichern trotz schwieriger
Wirtschaftslage die Arbeitsplätze und sind damit eine wichtige Säule für das
Einkommen und das gute Zusammenleben der Menschen", betonte Fledersbacher.
LVH-Präsident Gert Lanz und Bezirksobmann Josef Felderer
unterstrichen die Wichtigkeit der Familienbetriebe in der Wirtschaft.
"Familienbetriebe denken in Generationen und schaffen dadurch dauerhafte Werte
für Land und Leute, die es aufrecht zu erhalten gilt", sagte Lanz. In seiner
Rede ging der Präsident auf die aktuellen wirtschaftlichen Chancen und Probleme
des Handwerks ein.
Er spannte den Bogen von den aktuellen
Liberalisierungsplänen der Regierung Monti über die schwierige Zahlungsmoral und
die notwendige Kreditversorgung durch die Banken bis hin zur Innovationsstärke
und der guten Meisterausbildung im Handwerk. "Wichtig ist es für die Betriebe,
dass sie zusammenarbeiten, sich weiter professionalisieren und bewusst am Markt
positionieren", sagte der Präsident.
Anerkennung für die Leistungen des Handwerks äußerten
Vizebürgermeister Manfred Waldboth und Gemeindereferent Josef Oberrauch. Sie
dankten der Ortsgruppe für die gute Zusammenarbeit. Die neue Immobiliensteuer
IMU bedeute sicherlich eine Mehrbelastung für die Betriebe, bei der die Gemeinde
nur einen kleinen Spielraum habe.
Um die Wirtschaft zu stärken, wurden
Gewerbezonen in Verdings und Latzfons ausgewiesen. Oberrauch unterstrich, dass
die Gemeinde auch bei den öffentlichen Arbeiten das örtliche Handwerk im Rahmen
der Gesetze unterstützen wollen.
Steuerexperte Martin Vikoler vom LVH-Bezirksbüro Brixen
gab einen Überblick über die steuerlichen Reformen durch die Regierung Monti.
Wichtige Neuerungen sind demnach u. a. die neue IMU-Steuer, Einschränkungen bei
Bargeldzahlungen, Neuerungen bei der Mehrwertsteuer und erhöhte Rentenbeiträge
für Handwerker.
Der Steuerbonus für energetische Sanierungen wurde für
dieses Jahr verlängert, sodass weiterhin mehr als die Hälfte der Kosten für
Dämmungen, neue Fenster, Heizanlagen oder Gesamtsanierungen absetzbar
sind.