Die im LVH vertretenen Handwerksunternehmer sprechen sich mehrheitlich für die Errichtung des geplanten Wissens- und Technologieparks in Bozen-Süd aus. Dies ergab eine Umfrage, die die Branchenzeitschrift "Der Handwerker" morgen in ihrer September-Ausgabe veröffentlicht.
Befragt hat die "Handwerker"-Redaktion mehrere Berufsobmänner und Vertreter
des LVH-Vorstands. Die deutliche Mehrheit der befragten Funktionäre sprach sich
grundsätzlich für die Errichtung des Technologieparks aus. "Wir befürworten den
Bau des Technologieparks, wenn er als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für
die Betriebe in Sachen Innovation und Forschung konzipiert ist", sagen die
LVH-Vizepräsidenten Bruno Covi und Gert Lanz.
Voraussetzung für ihr "Ja"
zum Bau des Technologieparks sei die stärkere Anpassung an die Bedürfnisse der
Betriebe, so der Grundtenor der Handwerker. "Innovation funktioniert in Südtirol
fast immer projektbezogen und indem ein Unternehmer bestehende Produkte oder
Betriebsabläufe verbessert", erklärt Lanz.
"Der Technologiepark
muss daher Einrichtungen beherbergen, an die sich die Betriebe unbürokratisch
wenden können und die einen konkreten Nutzen haben, d. h. den Betrieben
Unterstützung und Beratung bei ihrer Produkt- und Prozessinnovation bieten",
erklären die Vizepräsidenten.
Zentrale Materialdatenbank
und Zertifizierungsstelle
Geht es nach den
Handwerksunternehmern, sollen die Betriebe über den Technologiepark Beratung und
Kontakte zu Wissens- und Forschungseinrichtungen erhalten sowie Synergien mit
anderen Betrieben eingehen können. Ebenso gefragt sind eine zentrale
Materialdatenbank, die Einrichtung einer Zertifizierungsstelle sowie die
Möglichkeit, technische Werkstätten und Labors nutzen zu können.
"Wir
stehen der Landesregierung zur Verfügung, um den Technologiepark so abzustimmen,
dass er für die Betriebe nützlich ist und von ihnen akzeptiert wird", sagen
LVH-Präsident Walter Pichler und Direktor Hanspeter Munter. Beide begrüßen die
Initiative von Innovationslandesrat Roberto Bizzo, mit den Handwerksunternehmern
in Dialog zu treten.
Der LVH selbst verfügt bereits seit fünf
Jahren über eine eigene Innovationsabteilung. "In dieser Zeit haben wir Hunderte
von Betrieben beraten und zur Umsetzung von neuen Ideen motiviert. Dadurch haben
wir vielfältige Erfahrungen im Innovationsbereich gesammelt", sagt Munter.
"Diese wertvollen Erfahrungen lassen wir gerne im Konzept des Technologieparks
einfließen."
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