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22.05.2012     /  Home

Handwerk ist eine stabile Säule


Die Ortsgruppe Sexten lud vor kurzem zur Jahresversammlung. Ortsobmann Georg Villgrater konnte neben zahlreichen Handwerkern Bürgermeister Fritz Egarter und Bezirksobmann Gregor Seyr als Ehrengäste begrüßen. Villgrater zeichnete ein positives Bild des Handwerks trotz einiger Schwierigkeiten.

"Aber auch in Sexten haben die Betriebe mit der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, mit Engpässen in der Liquidität sowie mangelnder Zahlungsmoral zu kämpfen", sagte der Obmann. Villgrater unterstrich, dass die Betriebe sich fortlaufend professionalisieren und ihre Stärken besser nach außen kommunizieren.

"Die Nachwuchskampagne 'Karriere mit Lehre' hat, wie schon seit Jahren, ein positives Echo bei den Jugendlichen und in der Schule gefunden", freute sich der Obmann. Bei der Aktion haben insgesamt zwölf Betriebe einen "Tag des Handwerks" an der Mittelschule organisiert und den Schülern das Handwerk näher gebracht.

Weitere Tätigkeiten des Ortsausschusses im abgelaufenen Jahr waren die Mitarbeit am Leitbild für Sexten, am Verkehrskonzept und am übergemeindlichen Entwicklungskonzept "STEP".
Bezirksobmann Gregor Seyr dankte dem Ortsausschuss für den Einsatz. Seyr zeigte anhand von Zahlen die Entwicklung des Handwerks auf Bezirks- und Ortsebene auf: Im Oberen Pustertal sind insgesamt 531 Handwerksbetriebe bei der Handwerkskammer gemeldet, in Sexten selbst sind 60 Handwerksbetriebe tätig. "Diese Anzahl ist in den letzten zehn Jahren ziemlich konstant geblieben, was ein positives Signal ist", betonte Seyr.

Der Verband versucht mit Professionalisierung in beruflicher und persönlicher Weiterbildung die Betriebsinhaber für die zukünftigen Herausforderungen zu rüsten. Verschiedene Formen der Kooperation und Stärkung der unternehmerischen Kompetenz sind dabei wichtige Schlüssel, unterstrich der Obmann.

Über aktuelle Themen der Wirtschaftspolitik berichtete LVH-Direktionsassistentin Nadine Pichler. Bei sämtlichen Themen wie etwa dem neuen Lehrlingsgesetz, den öffentlichen Arbeiten und dem Bürokratieabbau, der Tourismussteuer oder dem Technologiepark bringe der LVH die Anliegen des Handwerks ein.

Peter Tratter, stellvertretender Leiter des LVH-Bezirksbüros in Bruneck, berichtete über Neuheiten im Steuer- und Arbeitsrecht.
Bürgermeister Fritz Egarter sprach in seinen Grußworten die neue Immobiliensteuer IMU an. Die Gemeinde werde versuchen, im Rahmen ihres Spielraumes, eine akzeptable Lösung zu finden. Allerdings sei vom Gesetz geregelt, dass die Hälfte der neuen Steuereinnahme an den Staat abzuführen sei. "Bei den öffentlichen Arbeiten wird die Gemeinde versuchen, dass heimische Betriebe die Arbeiten ausführen", sagte Egarter.

Er spricht den Handwerkern abschließend Dank dafür aus, dass sie im Verwaltungsrat des Tourismusvereins sogar einem Pflichtbeitrag zustimmten. Der Bürgermeister hofft, dass sich beide Wirtschaftssektoren somit gegenseitig unterstützen.

09.02.2012, 00:00

 
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