Huber hob in seinem Tätigkeitsrückblick die Organisation
des Bezirksturniers im Sportschießen hervor. Das jährlich im Jänner
stattfindende Turnier lockte dieses Mal 36 Hobby-Schützen zum Wettkampf.
In seiner Vorschau für das laufende Jahr rief der Obmann dazu auf, mit
optimistischer Lebenseinstellung, Qualität bei Arbeitsausführung und Kundennähe
zu punkten. "Unser Idealismus ist unsere Triebfeder. Es muss uns immer wieder
neu gelingen, dem Kunden den Mehrwert einer qualitativ hochwertigen
Dienstleistung zu kommunizieren", sagte Huber.
Im Rahmen der Versammlung
wurde der Tischler und Spezialist im Holzstiegenbau, Klaus Gatterer, geehrt. Er
erhielt das Anerkennungszeichen in Bronze und ein Diplom für seine zehnjährige
Tätigkeit im Ortsauschuss überreicht.
Im Bezirk Unteres Pustertal sind genau 1407
Handwerksbetriebe eingetragen, davon 95 Betriebe in St. Lorenzen. "Diese Zahl
blieb in den letzten zehn Jahren konstant", äußerte sich LVH-Bezirksobmann Josef
Schwärzer zufrieden. Bedauern drückte er über die Streichung der Ausbildung für
Kfz-Techniker an der Berufsschule in Bruneck aus.
"Die Ausbildung wurde
nach Brixen verlegt, obwohl die meisten Argumente für den Ausbildungsort Bruneck
sprechen", sagte Schwärzer. Der Verband versucht derzeit ein Gesamtkonzept für
die Bildungsstandorte zu entwerfen und mit Landesrätin Sabina Kasslatter Mur zu
besprechen.
Schwärzer rief die Betriebsinhaber auf, ihre Lehrlinge für
die Landesmeisterschaft des Handwerks in Bozen anzumelden. Aus eigener Erfahrung
mit seinen Lehrlingen berichtete er, dass die Jugendlichen dadurch eine sehr
wertvolle Lebenserfahrung sammeln, auch wenn nicht jeder einen Podestplatz
erreichen könne. Auch die Diplomübergabe an den Berufsschulen sei ein Moment der
Wertschätzung für die jungen Handwerker, so Schwärzer.
LVH-Vizedirektor Walter Pöhl hob die Schwerpunkte der
aktuellen Verbandstätigkeit hervor, darunter die Mitwirkung am neuen
Lehrlingsgesetz, der Kampf gegen die Bürokratie und die Stärkung der
Kleinbetriebe. Besonderes Augenmerk richtet der LVH auf die öffentlichen
Ausschreibungen, an denen sich die örtlichen Kleinbetriebe derzeit nur schwer
beteiligen können.
"Es gilt, in Übereinstimmung mit EU-Gesetzen und
staatlichen Vorgaben, ein für das heimische Handwerk brauchbares Landesgesetz zu
verabschieden, das Rechtssicherheit schafft und die getrennte Vergabe nach Losen
und Gewerken ermöglicht", sagte Pöhl.
Besonders hervorheben werde der
LVH in diesem Jahr die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der
Familienbetriebe. "Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Engpässe sind
Familienbetriebe besonders wertvoll, da die Mitarbeiter dort gelernt haben
zusammen zu stehen und schwierigere Zeiten gemeinsam zu überwinden", unterstrich
Vizedirektor Pöhl.
Peter Tratter, Vizebüroleiter im LVH-Bezirksbüro Bruneck,
berichtete über die vielen Neuheiten im Steuer-und Arbeitsrecht. Neben
Steuererhöhungen und der Einführung neuer Abgaben gebe es wenigstens ein paar
Lichtblicke: "Erfreulich ist, dass die Regierung die Erhöhung des Eigenkapitals
der Betriebe fördert und die steuerliche Abschreibung der IRAP-Kosten für das
Personal beschlossen hat", so Tratter.
Ebenso erwähnte er die
Verlängerung der Steuerboni für energetische Sanierungen und
Instandhaltungsarbeiten an Gebäuden sowie die Weiterführung der
Ersatzbesteuerung für Überstunden zugunsten der Arbeitnehmer.
Landesrat Florian Mussner informierte über aktuelle
wirtschaftliche und politische Ereignisse in Rom, die Südtirol betreffen. "Das
Land wird alles daran setzen, seine autonomen Befugnisse zu verteidigen", so
Mussner. Dies gelte für die Finanzregelung genauso wie für den Bereich der
Liberalisierungen.