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| v.l. Norbert Insam, Roland Perathoner, LR Florian Mussner, Josef
Rottensteiner, Filip Moroder Doss |
Unbestrittener Star
der diesjährigen Ausgabe und Symbol der UNIKA 2011 ist die Riesenskulptur
"movemënt".
Zum einen aus einem künstlerischen Gesichtspunkt, zum
anderen beeindruckt der Zirbelkiefer-Kopf allein schon anhand seiner Größe. "Das
Kunstwerk erreicht eine Höhe von 6,12 Metern und setzt sich aus 50 Einzelteilen
zusammen, das schwerste davon wiegt 250 Kilogramm", so UNIKA-Präsident Roland
Perathoner auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Messe. Das Gesamtgewicht
wird auf rund sieben Tonnen geschätzt. "In mühevoller und aufwändiger
Detailarbeit gilt es sie zu einem dreidimensionalen Puzzle verschmelzen zu
lassen." Bearbeitet wurden die beweglichen Elemente von Künstlern der
Vereinigung UNIKA, die ein Zusammenschluss von 42 Bildhauern und Malern des
Tales ist, gleichzeitig aber auch Ausrichter und Namensgeber der
Skulpturenschau.
"Am 31. August, auf der Vernissage am Vorabend der Messe,
wird das imposante Werk offiziell enthüllt und danach die gesamten vier
Ausstellungstage über zu sehen sein", so Perathoner. "Und zwar von 1. bis 4.
September von 10 bis 19 Uhr." Dies ist sozusagen der erste große Auftritt für
"movemënt" - bestimmt aber nicht der letzte, wie Norbert Insam,
UNIKA-Mitbegründer und Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk im LVH, betont:
"Als wir uns vor Jahren an die Planung der Skulptur setzten, war klar, dass wir
etwas Einzigartiges schaffen wollten, das dem Grödner Kunsthandwerk über die
Landesgrenzen hinaus ein Gesicht verleihen soll." Geplant seien Präsenzen unter
anderem auf der Expo 2015 in Mailand und der Internationalen Handwerksmesse
(IHM) in München.
"movemënt" wird damit zum Imageträger für einen der
bedeutendsten und traditionsreichsten Wirtschaftszweige des Tales. "Das
Kunsthandwerk ist Teil der Grödner Identität", sagte Florian Mussner, Landesrat
für die ladinische Kultur. Die UNIKA leiste einen wichtigen Beitrag dazu, dass
es erhalten bleibe und sich ständig weiterentwickle. In dieselbe Kerbe schlug
auch Josef Rottensteiner, Generalsekretär der Handelskammer Bozen: "Der Wert des
Kunsthandwerks für ganz Südtirol ist unbestritten." Er nannte als Meilensteine
in der Geschichte "die Einführung der Schutzmarke für handgefertigte Werke im
Jahr 1969 und die Gründung der UNIKA 1994". Dadurch habe der gesamte Berufsstand
an Professionalität und Sichtbarkeit dazugewonnen.
Die Skulpturenmesse UNIKA, die jährlich rund 5000 Besucher
anlockt, zeigt neben "movemënt" Werke von 22 Grödner Künstlern, darunter
hauptsächlich Exponate von Bildhauern aus Glas, Blei, Bronze und Holz in reiner
oder kombinierter Form, puristisch oder mit Blattgold veredelt. Wie die Künstler
mit diesem wertvollen Material umgehen, zeigt vor Ort der Aussteller Battiloro.
Seine Silber- und Blattgoldschätze sind an allen vier Ausstellungstagen genauso
zu sehen wie die Sonderausstellung zu Ehren von "Papst Johannes Paul II". Zu den
Ausstellungsstücken zählen auch einzelne Malereien. Von der Formensprache
erstreckt sich das Repertoire der UNIKA-Mitglieder von sakralen bis hin zu
zeitgenössischen Motiven.
der diesjährigen Ausgabe ist die Riesenskulptur
"movemënt".