 |
| Über 120 Handwerker aus dem ganzen Burggrafenamt kamen zur
LVH-Bezirksversammlung im Meraner Kolpinghaus |
LVH-Bezirksobmann Horst Rufinatscha konnte rund 120
Handwerker in dem voll besetzten Saal begrüßen. Vollzählig vertreten war die
LVH-Spitze mit Präsident Gert Lanz, den Vizepräsidenten Martin Haller und Ivan
Bozzi sowie Direktor Thomas Pardeller.
In seinem Tätigkeitsrückblick sprach Rufinatscha die
für das Handwerk erfolgreich verlaufenen Gemeinderatswahlen an sowie die
zahlreichen Informationsversammlungen und Sitzungen auf Ortsebene. "Bürokratie
und Kreditklemme und vor allem das geplante Abfallsystem Sistri bereiten uns
Probleme und sind dringend von den politischen Entscheidungsträgern anzugehen",
forderte Rufinatscha.
Sistri ist ein neues, vom Staat eingeführtes,
elektronisches Abfallbuchhaltungssystem und tritt - nach mehreren Aufschüben -
voraussichtlich am 1. Juni 2011 für Tausende Südtiroler Handwerksbetriebe in
Kraft. Die versammelten Handwerker kritisierten den unverhältnismäßig hohen
Aufwand für die Betriebe durch Sistri und forderten die Südtiroler Vertreter und
die Dachverbände in Rom auf, die Regierung in Sachen Sistri umzustimmen.
Vorgeschlagen wurde auch eine Unterschriftenaktion gegen die Einführung von
Sistri.
"Die kürzlich stattgefundenen Neuwahlen haben wieder
große Veränderungen gebracht", sagte Rufinatscha mit Blick auf die
verbandsinternen Neuerungen. Mit Bruno Covi, Elektrotechniker und Obmann der
Berufsgruppe Installation aus Meran, sowie Oskar Zorzi,
Kälteanlagentechniker aus Meran, und der LVH-Frauenvorsitzenden Heidrun Grüner,
die Mietwagenunternehmerin in Tisens ist, hat der Bezirk Burggrafenamt drei
Vertreter im Exekutivausschuss des LVH.
Besonderen Dank sprach Rufinatscha den vielen ehrenamtlich
tätigen Funktionären in seinem Bezirk aus, so den 25 Ortsobmännern, dem
Bezirksvorsitzenden der Junghandwerker, Mathias Piazzi, und jenen der
Althandwerker, Gertraud Götsch und Egon Dibiasi. Dank und Applaus erhielt Walter
Pichler für seinen Einsatz als LVH-Präsident.
In der
anschließenden Diskussion konnten die Handwerker Kritik und Vorschläge an das
neue LVH-Präsidium richten. Obmann Rufinatscha stellte die Reformvorschläge des
Bezirkes für die künftige Entwicklung des Verbandes vor.
LVH-Präsident
Gert Lanz dankte den Anwesenden für ihren Einsatz für den Verband und stellte
sich und das neue LVH-Präsidium vor. "Wir sind eine junge Führungsmannschaft und
können gleichzeitig auf Mitglieder mit viel Erfahrung in den Verbandsgremien
zurückgreifen", sagte Lanz.
"So wie bei einer guten Betriebsübergabe möchten wir neue
Ideen in den Verband bringen und gleichzeitig auf das viele Positive aufbauen,
das in den letzten Jahrzehnten geleistet wurde."
Für den LVH-Präsident gehe es vor allem darum, das
Handwerk für neue wirtschaftliche Herausforderungen zu rüsten. "Die Boomjahre in
der Wirtschaft sind vorbei", meinte Lanz, "wir müssen die Betriebe
professionalisieren, uns den Kunden mehr öffnen und auch im Verband neue
Lösungen für die Bedürfnisse der Betriebe finden."
Schwierigkeit und zugleich Stärke des LVH sei es, dass er
viele verschiedene Berufe und viele verschiedene Betriebsformen - von sehr
kleinen Betrieben bis hin zu großen - unter seinem Dach vereine, erklärte Lanz.
Vizepräsident Ivan Bozzi unterstrich, dass alle Handwerker
am selben Strang ziehen und gemeinsamer Einsatz daher wichtig sei. "Es ist
wichtig, dass sich junge Handwerksunternehmer in der Gesellschaft und im Verband
einbringen und Verantwortung übernehmen", sagte LVH-Vizepräsident Martin Haller.