Das Europäische Parlament hat eine Finanzhilfe für die Südtiroler und Trentiner Baubranche beschlossen. Durch Schulungen und eine individuelle Arbeitsberatung sollen Bauarbeiter aus Südtirol und dem Trentino, die im Zuge der Wirtschaftskrise ihren Job verloren haben, wieder in die Arbeitswelt eingegliedert werden.
"Rund vier Millionen Euro fließen einmalig an entlassene
Arbeitnehmer im Bausektor in die Region Trentino-Südtirol", sagte der Südtiroler
EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann auf einer Pressekonferenz in
Straßburg.
"Neben den Investitionen in die Weiterbildung und Umschulung,
die Betreuung und Wiedereingliederung und die persönliche Einzelberatung der
Arbeitnehmer, gibt es für die Zeit der Teilnahme an den Maßnahmen auch eine
Entschädigung von 400 Euro pro Monat", erklärt Dorfmann.
Der Bausektor ist in den autonomen Provinzen Bozen und
Trient ein wichtiger Teil der Wirtschaft und ein gewichtiger Arbeitgeber. Doch
hat die globale Wirtschaftskrise auch in dieser Branche ihre Opfer gefordert und
fordert sie noch: Zwischen 2008 und 2011 ist der Markt für neue Wohnimmobilien
in Italien um 35,5 Prozent eingebrochen, die Arbeitslosigkeit im Bausektor in
Trient und Bozen von 2010 auf 2011 um 117% und 43% gestiegen.
Die Region
hat aufgrund dieser Tatsachen Anfang des Jahres für 643 Entlassungen in 323
Südtiroler und Trentiner Unternehmen finanzielle Hilfe für die Arbeitnehmer
beantragt. Das Europäische Parlament hat die Inanspruchnahme des Europäischen
Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) für die Region
Trentino-Südtirol am 13. Dezember mit großer Mehrheit genehmigt.
Der
Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) wurde
eingerichtet, um Arbeitskräfte, die infolge weit reichender
Strukturveränderungen im Welthandelsgefüge aufgrund der Globalisierung
arbeitslos geworden sind, zusätzlich zu unterstützen und ihnen bei der
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu helfen.
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