Das römische Umweltministerium hat die Fristen für die Eintragung in das neue elektronische System zur Rückverfolgbarkeit der Abfälle, kurz Sistri, um 30 Tage verlängert. Doch das ganze System ist zu komplex und zu teuer.
"Der Aufschub von 30 Tagen ist eine gute Nachricht, aber insgesamt zu
wenig. Das Ministerium muss das ganze System Sistri neu überdenken, da es zu
teuer und zu komplex ist", erklärt LVH-Präsident Walter Pichler und kündigt
weitere Intervention in Rom an.
Beim LVH stößt das Abfallrückverfolgungssystem Sistri
auf klare Ablehnung. "Das Ministerium hat das neue System einseitig beschlossen
und übereilt eingeführt. Vor allem aber bedeutet Sistri in dieser Form eine
Mehrbelastung bei Kosten und Aufwand für die kleineren und mittleren Betriebe,
die wir so nicht hinnehmen können", erklärt Pichler.
So gehe der vorgesehene Einbau von "Black Boxes" mit
GPS-Sensor in allen Fahrzeugen, die Abfall transportieren, in den allermeisten
Fällen zu weit. "Sistri kann für Entsorgungs- und Recyclingunternehmen
funktionieren, aber nicht für einen Handwerksbetrieb", sagt
Pichler. Der LVH will zunächst die Einführung von Sistri auf mehr als
die derzeit beschlossenen 30 Tage aufschieben und ist zu diesem Zweck mit dem
Dachverband Confartigianato und den Südtiroler Parlamentariern in Rom in engem
Kontakt. Ziel der Intervention in Rom ist die Abschaffung von Sistri in der
aktuellen Form.
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