Die Handelskammer Bozen organisierte im Jänner fünf Abendveranstaltungen im ganzen Land, um über die Herausforderungen im schwierigen Jahr 2012 und die Zukunft in einer informellen Atmosphäre zu diskutieren. Dabei zeigten die Unternehmer aktuelle Probleme auf und äußerten Anregungen für die Zukunft.
 | | Neujahrstreff der Handelskammer in Bozen |
"Es freut uns, dass die Südtiroler Wirtschaftstreibenden, aber auch
Interessierte aus Politik, Bildung und dem sozialen Bereich, unserer Einladung
so zahlreich gefolgt sind und sich aktiv eingebracht haben", so
Handelskammerpräsident Michl Ebner. Das Bestreben der Handelskammer Bozen sei
es, auch in Zukunft verstärkt vor Ort zu sein, auf die lokalen Bedürfnisse
einzugehen und Vorschläge aus erster Hand aufzugreifen.
Der
Gedankenaustausch und die Sichtweise der Südtiroler Betriebe stand bei den
Neujahrstreffs im Vordergrund. Den Wortmeldungen, Fragen und Anregungen aus dem
Publikum wurde während den Veranstaltungen breiter Raum gewährt. Unter den
Nägeln brannten den Unternehmen Themen wie die weitere Stärkung des Tourismus im
Land und der Einsatz für bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, darunter die
Senkung der hohen Baukostenabgaben.
Als Probleme bezeichneten die
Betriebe den zu teuren Gewerbegrund in Südtirol, die bestehende
Rechtsunsicherheit, welche langfristige Investitionen erschwert, die aufwendigen
und undurchsichtigen Umweltauflagen und die Auswirkungen der
Liberalisierungswelle in Italien. Unterstrichen wurde die Bedeutung der Aus- und
Weiterbildung, der Forschung und Entwicklung und der Innovation.
Genannt
wurden auch die Wettbewerbsnachteile der heimischen Betriebe in Bezug auf
Mitbewerber in Deutschland und Österreich, da es in Italien keine
Exportversicherung gibt. Beklagt wurden die teuren Energiepreise und der hohe
Steuer- und Bürokratiedruck. Angeregt wurde außerdem, dass bereits in der Schule
wirtschaften und unternehmerisches Denken gelernt werden soll.
Alle
Interessierten hatten die Möglichkeit, ihre Anliegen und Vorschläge auf eigens
dafür vorgesehenen Kärtchen niederzuschreiben und dieses in die sogenannte
"Wirtschaftsbox" einzuwerfen. In Zukunft wird die Wirtschaftsbox auch in der
Handelskammer Bozen sowie in den Außenstellen in Meran, Bruneck, Brixen und
Schlanders und im Internet zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der
Neujahrstreffs referierten fünf renommierte Persönlichkeiten. Den Anfang machte
der Präsident der Freien Universität Bozen Prof. Konrad Bergmeister in Vahrn, es
folgten Wirtschaftspublizist Alexander Brenner-Knoll in Lana und der Direktor
der Raiffeisenkasse Bruneck Anton Josef Kosta in Bruneck. In Schlanders hielt
den Impulsvortrag Prof. Gottfried Tappeiner von der Universität Innsbruck.
Hauptredner der Abschlussveranstaltung in Bozen war Prof. Gianfranco Cerea von
der Universität Trient.
|
|
|
 |