Voucher-Ersatzlösung: richtige Basis mit Ausbaupotential

Eine Ersatzmaßnahme soll Gelegenheitsarbeiten zukünftig wieder ermöglichen - allerdings zu kostenaufwendigeren und komplizierteren Bedingungen für den Arbeitgeber. „Um den Bedürfnissen der Unternehmen und Mitarbeiter gerecht zu werden, muss die aktuelle Kompromisslösung unbedingt nachgebessert werden“, unterstreicht lvh-Präsident Gert Lanz.

Gert LanzDas von der Abgeordnetenkammer genehmigte Gesetz hinsichtlich der Wiedereinführung von sporadischen Arbeitsverhältnissen liegt derzeit zur Behandlung im Senat. Wird es verabschiedet, können Kleinstbetriebe bis zu fünf Mitarbeitern anhand eines telematischen Vertrages für Gelegenheitsarbeit bis maximal 5.000 Euro pro Jahr mittels dieser Vertragsform auszahlen. „Zumindest bietet die Ersatzmaßnahme eine Möglichkeit, Mitarbeiter für kurzfristige bzw. geringfügige Arbeitsleistungen auf geregelte Weise einzustellen, sodass die Arbeitnehmer unfallversicherst sind und für sie Sozialabgaben eingezahlt werden. Das neue System hat allerdings Verbesserungspotential, da es für die Unternehmen einen größeren bürokratischen Aufwand mit sich bringt und im Vergleich zu den ursprünglichen Voucher rund 25 Prozent mehr kostet“, erklärt der Präsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister Gert Lanz. Gemeinsam mit den Südtiroler Parlamentariern, die sich für die Wiedereinführung dieses wichtigen Instruments in Rom stark gemacht haben, werden der lvh und der nationale Handwerkerverband Confartigianato weitere Nachbesserungsvorschläge einbringen. Langfristiges Ziel soll es sein, durch die richtigen Mittel und Wege die Schwarzarbeit einzudämmen.

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