Handwerk und Politik: Im Wipptal auch Frauensache!

In nahezu jeder Gemeinde des Wipptals sitzen seit den letzten Gemeinderatswahlen Vertreter des lokalen Handwerks. In Sterzing und Ratschings haben es mit Edith Gander und Marlise Hofer Leitner auch zwei engagierte Frauen in den Gemeinderat geschafft. Gestern Abend waren beide der Einladung des lvh-Frauenbezirksausschusses gefolgt, um ihre Themen und Projekte für die nächsten fünf Jahre vorzustellen. Dabei diskutierte man auch über aktuelle Wirtschaftsthemen und die Wichtigkeit der bezirksübergreifenden Zusammenarbeit der Handwerker.

Wipptal FrauenZwei Handwerkskandidatinnen haben sich im Wipptal der Gemeinderatswahl gestellt und zwei Handwerkskandidatinnen sind in den Gemeinderat gewählt worden. Das ist die positive Bilanz, die man gestern Abend beim Treffen der lvh-Frauen des Wipptals im Hubertushof ziehen durfte. Edith Gander wird in den nächsten fünf Jahren in der Sterzinger Gemeinde die Interessen des Handwerks vertreten, in Ratschings will sich Marlise Hofer Leitner dieser Aufgabe widmen. „Der Ausschuss und auch der Verband stehen hinter euch und wir werden euch nach besten Kräften unterstützen", betonte Petra Holzer, die Wipptaler Bezirksobfrau der Frauen im lvh. Sie lud die beiden Frauen auch ein, an den Sitzungen teilzunehmen, um sich über die aktuellsten Themen zu informieren und auszutauschen.

Themen für die nächsten 5 Jahre 

Hofer Leitner_MarliseMarlise Hofer Leitner freute sich über ihre Wiederwahl und das Vertrauen der Bevölkerung. „Ich will verstärkt die wirtschaftlichen Themen in der Gemeinde voranbringen und mich für eine transparente Verwaltung einsetzen", so Hofer Leitner. „Des Weiteren möchte ich den Erhalt des familienfreundlichen Klimas in der Gemeinde Ratschings garantieren", unterstrich sie und sprach sich für eine gerechte Gestaltung der Steuern und Gebühren aus, die besonders den Familien entgegenkommen soll.

Konstruktive und unvoreingenommene Zusammenarbeit

Gander Edit„Auch in Sterzing", so Edith Gander, „will ich mich vor allem für die wirtschaftlichen Themen einsetzen, da mich technische und praktische Inhalte sehr interessieren. Erste Priorität hat für mich derzeit eine zweckmäßige und gut durchdachte Umsetzung des neuen Recyclinghofes", hob Gander hervor, die in ihrer Amtszeit besonderen Wert auf eine konstruktive und unvoreingenommene Zusammenarbeit setzen möchte. „Mein Ziel ist es, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten. Ich sehe das Amt als Chance, viel Neues zu lernen und an den Aufgaben zu wachsen", sagte Gander. Ein großes Problem sieht sie auch darin, dass bei den öffentlichen Aufträgen oftmals nur die günstigen Angebote großer Generalunternehmen berücksichtigt werden, die dann zwar lokale Kleinbetriebe beauftragen, diese dann aber erst sehr spät oder gar nicht bezahlen.Auch die anderen Handwerksfrauen stimmten diesem Punkt zu, wobei aber auch zur Sprache kam, dass in den meisten Gemeinden die Vergabe der Arbeiten großteils schon gut funktioniere.

"Zeigt Profil!"

"Zeigt Profil! Es ist besser, seine Branche und seine Meinung zu vertreten als sich für alles und nichts zu entscheiden und keine Linie zu haben", gab Annemarie Gschnitzer, die lvh-Ortsobfrau der Gemeinde Ratschings den beiden Frauen mit auf den Weg. Auf Bezirksebene wünsche man sich nun die bisherige sehr gute Zusammenarbeit der Handwerker noch weiter auszubauen. So will man weiterhin die monatlichen Treffen abhalten, bei denen der bezirksübergreifende Austausch im Vordergrund steht und gemeinsame Veranstaltungen wie beispielsweise der Wintersporttag organisiert werden. Es sind aber auch regelmäßig Referenten des lvh anwesend, die über neue Bestimmungen, Trends und Entwicklungen informieren und die Handwerker über relevante Wirtschaftsthemen aufklären. Das Fazit: Für die Handwerksbetriebe sowie auch für die Vertreter in den Gemeindestuben eine hervorragende Basis, sich über die Inhalte zu informieren und darüber zu diskutieren, um das Wissen dann in der jeweiligen Gemeindeverwaltung einbringen zu können.

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