Bürokratische Erleichterungen bei der Arbeitssicherheit im Visier

Im Rahmen der lvh-Bezirksversammlung im Unterland hat Arbeitslandesrätin Martha Stocker angekündigt, Arbeitssicherheitskontrollen zukünftig verstärkt nach dem Prinzip der Sicherheitsnotwendigkeit durchzuführen und den Betrieben vor allem bürokratische Überprüfungen zu erleichtern. „Wir begrüßen diese Maßnahmen, sofern Südtirols Handwerker die Sicherheitskultur vorbildhaft leben", so lvh-Bezirksobmann Georg Rizzolli.

unterland bv_800Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz stellen für die Südtiroler Unternehmer ein sehr wichtiges Anliegen dar. „Tagtäglich bemühen sich die Betriebe, den hohen Standards und den strengen Normen nachzukommen und dennoch kam es in Vergangenheit immer wieder zu Vorfällen und Urteilen, die uns fast als Kriminelle hinstellten", berichtete der Bezirksobmann des Unterlands Georg Rizzolli im Rahmen der jüngsten Bezirksversammlung. Erleichterungen und Verbesserungen kündigte Landesrätin Martha Stocker an. „Derzeit ist für das Omnibusgesetz ein Artikel in Ausarbeitung, der für Verwaltungsübertretungen, die keine irreversiblen Schäden bewirken, die Möglichkeit von Anpassungen innerhalb einer bestimmten Frist vorsieht", so die Landesrätin. Ziel und Aufgabe der Verwaltung solle es zukünftig auch sein, notwendige und zugängliche Daten und Unterlagen eigenständig einzuholen, damit der Betrieb bürokratisch entlastet wird. „Mein Wunsch wäre die Entwicklung einer nachhaltigen Kultur der Arbeitssicherheit", so Stocker. „Unser Ziel ist es, dass die Arbeitsinspektoren die Unternehmen beraten und informieren, sodass die Sicherheit in den Vordergrund und der gesetzliche Zwang in den Hintergrund rückt", unterstrich Rizzolli in der Diskussion.
Im Bereich der Arbeitsmedizin besteht die Herausforderung für Landesrätin Stocker in der Aufrechterhaltung der günstigen Preise, auch wenn sie in Absprache angepasst werden sollen. Dank für die Ausarbeitung des lokalen Vergabegesetzes nach den Bedürfnissen der Südtiroler Kleinbetriebe sprach lvh-Präsident Gert Lanz sowohl der Arbeitslandesrätin als auch dem anwesenden Landtagsabgeordneten Oswald Schiefer aus. „Damit wurden die Grundvoraussetzungen für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen geschaffen", so Lanz.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Vortrag von Silvia Schroffenegger über Wirtschaftsschauen und Messen als Marketinginstrument für die Handwerksbetriebe.

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