Nachhaltige Energieversorgung für das Pustertal

Energieverbrauch, Energieeffizienz und Energieversorgung standen im Fokus der diesjährigen Bezirksversammlung der Handwerker im Oberpustertal, zu der lvh-Bezirksobmann Paul Niederkofler eingeladen hatte.

oberpustertal bv_2016_800Mit zahlreichen Elektrizitäts- und Fernheizwerken, die zur Wertschöpfung der lokalen Wirtschaft beitragen, ist das Pustertal das erste Klimatal Europas. Im Jahr 1994 wurde in Rasen/Antholz das erste Biomassefernheizwerk errichtet, anschließend folgte der Bau von vielen weiteren im restlichen Südtirol. Auch im Bereich der Wasserkraftwerke mit einer Nennleistung zwischen 220 Kilowatt bis 3 Megawatt, gilt das Pustertal als Vorreiter. „Trotz der vielfältigen eigenen Energieressourcen sind die Strompreise in unserem Land aber bedeutend hoch und vor allem belastend für die Wirtschaftstreibenden", unterstreicht lvh-Bezirksobmann Paul Niederkofler. Im Rahmen der neulich stattgefundenen Bezirksversammlung wurde die Notwendigkeit einer nachhaltigen Energieversorgung in den Mittelpunkt gerückt. Unter dem Motto „Von den Hackschnitzeln zur thermisch-elektrischen Energie" besichtigten zahlreiche Oberpustertaler Handwerker das Fernheizwerk Toblach-Innichen, wo im Detail der Prozess von der Biomasse bis zur Stromerzeugung erläutert wurde. Gastreferenten der Veranstaltung waren Hanspeter Fuchs, Obmann des Fernheizwerks und Präsident des Südtiroler Energieverbandes (SEV) sowie dessen Direktor Rudi Rienzner, der das Potential unseres Landes im Bereich der Stromversorgung ansprach: „Südtirol erzeugt mehr Strom als es effektiv verbraucht. 56 von 140 Stromverteilerbetriebe haben ihren Sitz in Südtirol. Viele Gemeinden greifen in unserem Land inzwischen auf einen den örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnissen optimal angepassten und eigenständig verwalteten Technologiemix zurück – und werden dafür in Italien und im Ausland ausgezeichnet." Um die kleinen und mittleren Betriebe konkret zu unterstützen, streben SEV und lvh eine Zusammenarbeit an. So könnten spezielle Servicepakete für die Bereiche Wärme und Energie von lvh-Mitgliedern durch ein Rahmenabkommen genutzt werden. „Schließlich geht es darum, verantwortungsvoll und nachhaltig mit der Erzeugung und Nutzung der Energie umzugehen und bestehendes Potential zu nutzen", so Niederkofler.

Diese Webseite verwendet eigene technische Cookies und Cookies Dritter, damit Sie effizient navigieren und die Funktionen der Webseite einwandfrei nutzen können.