Grödner Handwerk stellt neue Internetseite vor

Besonders die öffentlichen Arbeiten und das Landesportal der Ausschreibungen standen bei der diesjährigen Bezirksversammlung der Grödner Handwerker im lvh im Mittelpunkt der Diskussionen. Im Rahmen der Sitzung wurde auch über die für das Grödner Handwerk geplante Internetseite mit inkludierter Handwerkersuche informiert, auf der Betriebe zukünftig personalisierte Firmenprofile erstellen können. Beim Treffen wurden auch zwei Meister geehrt, um damit den besonderen Stellenwert dieses höchsten Ausbildungsgrades im Handwerk hervorzuheben.

groeden bv_800Bezirksobmann Ivo Insam bedauerte in seiner Ansprache die schwierigen Rahmenbedingungen für die Betriebe. Er kritisierte, dass vor allem hinsichtlich des Vergabewesens und der Bürokratieauflagen alles zunehmend mehr Aufwand kostet. Im Rahmen der Versammlung gab er außerdem bekannt, dass für die Grödner Handwerksbetriebe eine gemeinsame Internetseite in Planung ist. „In die Internetseite wird auch eine Handwerkersuche integriert und sie wird, neben Deutsch und Italienisch, auch auf Ladinisch abrufbar sein", berichtete Insam erfreut. Dadurch haben Grödner lvh-Betriebe in Zukunft die Möglichkeit, auf der Seite eigene Firmenprofile zu erstellen und diese eigenständig zu gestalten. „Durch diese Seite wollen wir den Grödner Handwerkern eine Plattform bieten, auf der sie ihre Betriebe und Produkte platzieren können und wo sie von Kunden schnell und einfach gefunden werden", so Insam. Er teilte mit, dass demnächst noch ein Rundschreiben mit detaillierten Informationen an die Mitglieder verschickt wird.

"Leider noch nicht viele Betriebe ins Portal eingetragen"

"Leider sind in Gröden noch nicht sehr viele Betriebe im Landesportal der Ausschreibungen eingetragen", berichtete Peter Mussner, der Bürgermeister von Wolkenstein. „Das hat zur Folge, dass die Gemeinde die Firmen nicht zu den öffentlichen Ausschreibungen einladen kann", warnte er und rief die Betriebe auf, sich zu registrieren. Bezirksobmann Insam verwies auf das lvh-Bezirksbüro Gröden, das die Betriebe bei Fragen und Unklarheiten rund um das Portal unterstützt.

"Wird wie Schwerverbrecher behandelt"

lvh-Präsident Gert Lanz ging in seiner Ansprache auf die wirtschaftlichen Brennthemen ein und sprach von Qualitätsverfall, dem Lehrlingswesen und der Belastung durch widersinnige Neubestimmungen wie „Split Payment, „Reverse Charge" oder die elektronischen Fakturierungen. „Bei kleinsten Verstößen bei der Arbeitssicherheit werden manche von uns wie Schwerverbrecher behandelt", so Lanz. Er erläuterte auch die Grundzüge des neuen Vergabegesetzes, das noch 2015 in Kraft treten soll und das endlich Erleichterungen für die Südtiroler Betriebe bringen soll. „Die wichtigsten Themen für die Zukunft sind sicherlich Innovation und Export", betonte der Präsident, hob dabei aber hervor, dass in Gröden schon Vieles in diese Richtung umgesetzt wird, wofür er die Handwerker lobte.

Unika bei der EXPO 2015

Hannes Senoner, Gemeindereferent und lvh-Ortsobmann in St. Ulrich, freute sich über die gute Zusammenarbeit der Grödner Gemeinden und Handwerksbetriebe. Norbert Insam, der Obmann der Berufsgruppe Kunsthandwerk, zog Bilanz über die Grödner Kunstausstellung „Unika", die inzwischen auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken kann und zu einer festen Größe herangewachsen ist. Erstmals wird sich die Unika auch auf der Weltausstellung in Mailand präsentieren.

Meister geehrt

Bezirksobmann Ivo Insam betonte abschließen den wichtigen Stellenwert des Meistertitels und freute sich, dass im vergangenen Jahr zwei Grödner Handwerker ihren Meisterbrief erhalten haben. Die frischgebackenen Meister Filip Piccolruaz und Manuel Ploner wurden im Rahmen der Versammlung geehrt. Lobende Worte für die Junghandwerker fand auch einer der ersten Handwerksmeister und gleichzeitig Obmann der Althandwerker Vinzenz Mussner.

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