Bezirk Brixen: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach

Das zukünftige Gesetz für Raum und Landschaft beschäftigt zahlreiche Südtiroler Handwerksunternehmer. Bei der jüngsten lvh-Bezirksversammlung von Brixen berichtete Landesrat Richard Theiner persönlich über die aktuellen Inhalte.

brixen bv 2017 800Das neue Raumordnungsgesetz stand vor Kurzem im Fokus der Bezirksversammlung der Eisacktaler Handwerker. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn auch zukünftig Wohnen und Arbeiten unter dem gleichen Dach möglich wäre, zumal in einem Familienbetrieb diese zwei Bereiche eng miteinander verbunden“, betonte lvh-Bezirksobmann Johann Erlacher. Um die lokalen Handwerksunternehmer über die aktuellen Inhalte des Gesetzes zu informieren, hat Erlacher den zuständigen Landesrat Richard Theiner eingeladen. Dieser berichtete ausführlich über die neue Zusammensetzung der Baukommissionen, über die Bautätigkeit in Südtirol und über die konkreten Regelungen von Mischgebieten und Gewerbezonen. „Gewerbegebiete können für die Sparten Handwerk, Industrie und Großhandel übergemeindlich ausgewiesen werden. Bis zu 20 Prozent der Baumasse ist für Dienstleister, Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe eingeplant, in Gemeinden mit mehr als 30.000 Einwohnern bis zu 35 Prozent. Die Errichtung von Dienstwohnungen soll auch weiterhin erlaubt sein, darf aber eine Größe von 110 Quadratmetern pro Unternehmen nicht überschreiten“, erklärte Theiner. Voraussichtlich wird das neue Gesetz noch bis Ende des Jahres genehmigt. Im Bezirk ist man zuversichtlich, dass die Landesregierung ein für das Handwerk vorteilhaftes Gesetz beschließen werde, das sowohl Platz zum Arbeiten als auch Wohnen bietet.

Handwerk als Job- und Beschäftigungsmotor im Eisacktal

Bezirksobmann Erlacher nutzte die Gelegenheit auf vergangene Initiativen der Handwerker zurückzublicken und den wachsenden Zusammenhalt unter den Eisacktaler Wirtschaftstreibenden herauszustreichen. „Die Eisacktaler Wirtschaftsschau hat insbesondere dazu beigetragen, dass wir uns unserer Stärken und Werte bewusst geworden sind. Das hiesige Handwerk hat eine enorme volkswirtschaftliche Bedeutung und ist ein unverzichtbarer Arbeitgeber und Ausbilder im Bezirk. Wir wollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern nur miteinander“, betonte Erlacher. Dem stimmte auch lvh-Präsident Gert Lanz zu und bedankte sich bei den anwesenden Handwerkern für ihren täglichen Einsatz und ihre stets zukunftsorientierte Arbeitsweise.

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