Mittelschule Kaltern besichtigt Handwerksbetriebe

Den richtigen Beruf zu finden, stellt für Südtirols Jugendliche eine große Herausforderung dar. Deshalb organsierten die Junghandwerker Wirtschaftsverbands für Handwerk und Dienstleiter (lvh) und die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) für die Mittelschüler in Kalten kürzlich verschiedene Betriebsbesichtigungen örtlicher Handwerksbetriebe und Hotels. So erhielten die Jugendlichen einen konkreten Einblick in den Berufsalltag und durften selbst ausprobieren und entdecken.

kaltern sb 2017 800Am Vormittag hatten einige Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in die verschiedenen Berufe des Hotel- und Gastgewerbes hinein zu schnuppern. „Die Grundessenz des Bildungsauftrags ist es, den Heranwachsenden einen möglichst differenzierten Blick auf die Möglichkeiten ihrer Zukunft zu bieten. Wir sind froh, wenn wir dazu beigetragen können“, hebt lvh-Ortsobmann Elmar Morandell hervor.

Eintauchen in die Vielfalt des Handwerks

So begeisterte Dietmar Grossgasteiger die Schüler mit seinen hochtechnischen Anlagen und besonderen Werkzeugen. Besonders fasziniert waren sie von seinen Schmiedekünsten und erst recht, als sie selbst ans „heiße Eisen“ durften. Einblick in den komplexen Aufbau einer Harley Davidson erhielten die Schüler bei Hubert Sölva in seiner Werkstätte American Bike. Sölva zeigte ihnen auch, wie sich Harleys mit Airbrush dekorieren lassen, was die Kinder sogar selbst probieren durften. Ganz andere Materialien und Gerüche erwarteten die Schüler in der Bäckerei Wörndle, wo sie durch die einzelnen Backstuben geführt wurden und natürlich auch die eine oder andere Leckerei verkosten durften. In der Pkw- Werkstatt Gregori erfuhren die Jugendlichen, wie vielfältig die Aufgabenbereiche eines KFZ-Mechatronikers oder Karosseriebauers sein können. Fachbegriffe wie „Differenzialgetriebe“, „Reifen auswuchten“ oder „Leuchtweitenregulierung“ kennen die Schülern nun genau.

Raum geben, um sich selbst zu entdecken

Alle Handwerker waren sehr darauf bedacht, die Jugendlichen in ihren Beruf einzuführen und begeisterten die Zuhörer mit eigenen Erlebnissen, Erfolgsgeschichten und Werdegängen, rund ums Handwerk. Die Schüler waren begeistert, als sie erfuhren, wie vielseitig und auch anspruchsvoll eine handwerkliche Tätigkeit sein kann. „Den teilnehmenden Betrieben ist für ihren Einsatz und ihre Zeit ein großes Dankeschön auszusprechen! Nicht die Jugendlichen zu beeinflussen, sondern ihnen Raum zu geben, um sich selbst zu entdecken, das ist unser oberstes Ziel“, so Morandell.

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