Neuerungen im Haushaltsgesetz

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Am 23. Dezember 2017 wurde das Haushaltsgesetz 2018 verabschiedet, welches einige Neuerungen beinhaltet. Hier ein Überblick:

STEUERRECHT

  • Keine Erhöhung der Mehrwertsteuer (die Erhöhung hätte eigentlich kommen müssen, wurde aber vorerst verhindert)
  • Weiterführung Superabschreibung: Die Superabschreibung für den Ankauf von neuen, abschreibbaren Wirtschaftsgütern (z. B. Maschinen, Lieferwagen und Lastkraftwagen, NICHT Immobilien und PKW die für die betriebliche Nutzung notwendig sind) wurde bis zum 31.12.2018 verlängert. Die Superabschreibung wurde allerdings um 10% reduziert, von 140% auf 130%.
  • Weiterführung Megaabschreibung: Die Megaabschreibung von 250% wird bis zum 31.12.2018 verlängert. Investitionen in automatisierte Werkmaschinen, Systeme für Qualitätssicherung, Software im Sinne des Programms Industrie 4.0 wird also weiterhin finanziell gefördert.
  • Weiterführung Sabatini-ter für den Ankauf von neuen Geräten: Diese wichtige Finanzierungsbeihilfe bleibt bestehen, sie fördert den Ankauf (auch über Leasing) von neuen Maschinen, Anlagen Geräten, Hard- und Software.
  • Absetzbetrag für energetische Sanierungen: Der Steuerabsetzbetrag von 65% für energetische Sanierungen bis um ein weiteres Jahr, also bis 31.12.2018, verlängert. Für Fenster und Sonnenschutzblenden wurde der Steuerabsetzbetrag ebenfalls verlängert, aber auf 50% reduziert.
  • Steuerabsetzbetrag für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden: Der Steuerabsetzbetrag in Höhe von 50% für Ausgaben von höchstens 96.000,00€ für Wiedergewinnungsarbeiten an Wohngebäuden wurde bis zum 31.12.2018 verlängert.
  • Ankauf Möbel und Elektrogeräte: Der Steuerabsetzbetrag in Höhe von 50% für Ausgaben bis höchstens 10.000 € wurde bis zum 31.12.2018 verlängert.
  • Errichtung und Instandhaltung Gärten: Die Errichtung/Sanierung von Gärten und begrünten Terrassen wird gefördert, und zwar durch einen Steuerabsetzbetrag von 36% auf einen Höchstbetrag von 5.000 Euro.
  • Zuverlässigkeitsindizes verschoben: eigentlich sollten die Sektorenstudien schrittweise durch ein neues System, die sogenannten Steuerzuverlässigkeitsindizes, ersetzt werden. Das neue, recht umstrittene System wurde aufgeschoben.
  • Sistri: neuerlicher Aufschub des Systems; die Chancen steigen, dass das System komplett abgeschafft wird.

Weitere Neuerungen gibt es für:

  • Elektronische Rechnungstellung ab 1. Juli 2018
  • Elektronische Rechnungstellung ab 2019 zwischen Betrieben und an Private
  • Besteuerung von qualifizierten Beteiligungen Kapitalgesellschaften
  • Begünstigte Zahlung offener Steuerkarten
  • Zahlung von Rechnungen durch öffentliche Verwaltung > € 5.000
  • Sektorenstudien – Aufschub ISA
  • Einheitssteuer „Cedolare Secca“
  • Aufwertung von Grundstücken und Beteiligungen von Privatpersonen

AUSBILDUNG

  • INPS-Beitragsbefreiung: Für Arbeitnehmer <30 Jahren, die unbefristet angestellt werden, wird für 36 Monate eine 50-prozentige INPS-Beitragsbefreiung von maximal 3.000,00 € gewährt. Für das Jahr 2018 wird die genannte Förderung auch bei Anstellung von Personen >35 Jahren gewährt. Die Förderung ist nur anwendbar, wenn die Person zuvor nie unbefristet angestellt war. Die Förderung gilt auch bei Umwandlung eines Lehrlingsvertrags oder wenn ein befristetes in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt wird.
  • Beiträge Lehrlingsausbildung: Es werden staatliche Fonds für die Förderung der Lehrlingsausbildung zur Verfügung gestellt; deren genaue Verwendbarkeit und Nutzung muss aber noch in Durchführungsbestimmungen geklärt werden.
  • 40% Steuerguthaben im Rahmen von Fortbildungsmaßnahmen Wirtschaft 4.0
     

Außerdem wurden einige negative Vorschläge verhindert:

  • Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Schönheitspflege/Friseure in Hotels: hier lautete der Vorschlag, die Mehrwertsteuer auf 10% zu senken. Dies wäre ein unlauterer Wettbewerb zum Nachteil der Handwerksbetriebe gewesen, weswegen sich der lvh entschieden dagegen ausgesprochen hat.
  • Weitere Erhöhung des obligatorischen Vaterschaftsurlaubs
  • Erhöhung des vom Arbeitgeber zu zahlenden Schadenersatzes bei Kündigung

 

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