Immer gut bei Kasse: Liquiditätsplanung

Immer gut bei Kasse: Liquiditätsplanung

Ein Unternehmen muss jederzeit in der Lage sein, seine laufenden Kosten und einkommende Rechnungen bezahlen zu können: d. h. es muss liquide sein. Auch ein rentabel arbeitender Betrieb kann zahlungsunfähig - illiquide - werden. Es brauchen nur einige Kunden später als erwartet zu bezahlen oder gar ein Großkunde komplett auszufallen. Häufige Folge:


Liquiditätsschwierigkeiten.


Liquiditätsschwierigkeiten gehören zu den größten Problemen und wichtigsten Pleite-Ursachen nicht nur junger Unternehmen. Daher muss die Liquidität eines Unternehmens systematisch geplant und überwacht werden. Dies geschieht mit Hilfe einer Liquiditätsrechnung, die mindestens drei Monate umfassen sollte. Stellen Sie Ihre Einnahmen Ihren Ausgaben gegenüber! Voraussetzung dafür ist eine aussagekräftige Kostenrechnung. Aus der Differenz der Einnahmen und Ausgaben ergibt sich der monatliche Überschuss (Überdeckung), den Sie zur Verfügung haben, um Ihre Rechnungen zu bezahlen. Womöglich stellt sich auch ein Fehlbetrag (Unterdeckung) heraus, den Sie schnellstmöglich beheben sollten.

Achten Sie darauf:

  • Sind Ihre Kosten stets niedriger als Ihre Erlöse?
  • Wie viele Tage oder Wochen bleiben Ihnen, um die anstehenden Rechnungen Ihrer Lieferanten zu bezahlen?
  • Wann können Sie Ihren Kunden Rechnungen stellen?
  • Wann können Sie tatsächlich mit Zahlungseingängen rechnen?
  • Wie hoch ist Ihre – monatliche oder quartalsweise – Zahllast (Umsatzsteuer minus Vorsteuer), die an das Finanzamt abgeführt werden muss?

Was tun bei drohender Unterdeckung?

Kunden kein zu langes Zahlungsziel einräumen Skonto bei schneller Bezahlung anbieten Anzahlungen oder Teilzahlung vereinbaren Massives Einholen von Forderungen (z. B. mit Inkassounternehmen) Kredite bei Ihrem Kreditinstitut nur kurzfristig und nicht für langfristige Investitionen ausnutzen Ausgaben/Zahlungen nach Absprache mit den Lieferanten verschieben „Frisches" Beteiligungskapital besorgen Abtretung der Forderung an Ihr Kredit- bzw. Finanzierungsinstitut Teile des Unternehmensvermögens verkaufen Verkauf und dann Leasing von Objekten („sale and lease back").

Bedenken Sie: Ohne die Hilfe der Hausbank ist eine echte finanzielle Krise normalerweise nicht zu bewältigen!

Liquiditäts-Engpässe durch Kapitaldienst vermeiden Unter dem Kapitaldienst versteht man die Zinszahlung und Tilgung von Darlehen. Öffentliche Darlehen müssen in der Regel erst nach einigen Jahren getilgt, also in Raten zurückgezahlt werden. Für viele junge Unternehmer kommt dann das böse Erwachen, wenn die Tilgung einsetzt und sich dadurch der Gewinn deutlich verringert. Wenn Sie Darlehen in Anspruch nehmen, legen Sie am besten von Anfang an in einer Tabelle fest wie hoch ihr jährlicher Kapitaldienst während der gesamten Laufzeit sein wird.

 

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